Bundesliga am Samstagabend
Hertha besiegt in Köln den Auswärtsfluch

Aufsteiger 1. FC Köln kann seinen Heimkomplex einfach nicht ablegen: Hertha BSC Berlin macht kurz vor Schluss nach einer Standardsituation den Dreier in der Domstadt klar und beendet seinerseits eine Negativserie.
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KölnHertha BSC hat durch einen abgefälschten Freistoß-Treffer kurz vor Schluss seinen ersten Auswärtssieg in der laufenden Bundesliga-Saison gefeiert. Die Berliner Fußball-Profis setzten sich am Samstag mit 2:1 (1:0) beim Aufsteiger 1. FC Köln durch, der damit seinen Heimkomplex weiter nicht ablegen konnte.

Vor 49 200 Zuschauern hatte Roy Beerens die Gäste mit 1:0 (28. Minute) in Führung gebracht. Nach dem zwischenzeitigen Ausgleich durch Anthony Ujah (58.) gelang Marcel Ndjeng (86.) der Siegtreffer für die zuletzt zweimal nacheinander punktlosen Herthaner.

Hertha-Coach Jos Luhukay war zwar nicht voll zufrieden, aber rundum glücklich. „Im Großen und Ganzen kann man nicht jammern, denn wir haben unseren ersten Auswärtssieg“, sagte der Niederländer. „Es war heute brutal. Wir mussten alles dafür geben, um in der zweiten Halbzeit nicht wieder wegzunicken“, sagte Siegtorschütze Ndjeng, dessen Freistoß in der Mauer vom Pechvogel Ujah noch unglücklich abgefälscht wurde.

„Wir hatten heute das Quäntchen Glück - aber das haben wir uns hart erarbeitet.“ Ujah war völlig frustriert, gab aber selbstkritisch zu: „Das ist Fußball, eine unglückliche Aktion. Aber das passiert. Das war zu schnell für mich.“

Luhukay ließ überraschend Starstürmer Salomon Kalou nach seiner Rückkehr von der Länderspielreise mit der Elfenbeinküste erstmal auf der Bank und beorderte Julian Schieber in die Sturmspitze. Insgesamt veränderte der Coach seine Mannschaft auf sechs Positionen.

Bis zum Führungstreffer des Niederländers Beerens - er spielte bei seinem Solo mehrere Kölner Spieler aus und schoss platziert in die Linke Ecke zum 1:0 ein - nach knapp einer halben Stunde, agierten die Gäste erschreckend schwach. Erst nach Beerens-Einschuss kombinierten sie selbstbewusst und hatten durch einen Freistoß von Jens Hegeler (36.) aus 22 Metern sogar noch das 2:0 vor der Pause erzielen können.

Die Kölner hatten zwar die größeren Spielanteile, trotz einiger Chancen aber keineswegs die größere Durchschlagskraft in der Offensive. Glück hatte Hertha in der 16. Minute als Kölns Stürmer Anthony Ujah nur knapp eine Kopfballverlängerung von seinem Kapitän Miso Brecko verpasste.

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Freistoß ins Berliner Glück

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