Bundesliga-Finanzen
DFL warnt vor steigender Risikobereitschaft

Die Bilanzen der Bundesligisten sind in der aktuellen Spielzeit insgesamt in Ordnung. DFL-Geschäftsführer Seifert sieht die Marke gestärkt, sieht aber ein Risiko: Leistungsdruck forciert wirtschaftliche Abenteuer.
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Trotz einer positiven Gesamtbilanz hat DFL-Geschäftsführer Christian Seifert vor dem Finale einer an überraschenden Höhenflügen und unerwarteten Abstürzen reichen Bundesligasaison mahnend den Zeigefinger gehoben. „Man sieht, dass unter dem großen Erfolgsdruck ab und an die Tendenz zunimmt, finanzielle Risiken einzugehen“, rüffelte Seifert in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa das Finanzgebaren einiger Vereine.

Insgesamt könne die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit der Spielzeit 2010/11 aber hochzufrieden sein. „Die Marke Bundesliga ist noch einmal gestärkt worden. Sie präsentiert sich in einem guten Zustand. Der Spagat zwischen sportlicher und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ist einmal mehr gelungen“, sagte Seifert.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Der mit 27 Millionen Euro verschuldete Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld musste als erster Verein überhaupt Geld aus dem DFL-Sicherungsfonds in Anspruch nehmen, um die drohende Insolvenz abzuwenden. Den Abzug von drei Punkten, der mit dem Darlehen der Liga in Höhe von 1,25 Millionen Euro einherging, nahmen die Ostwestfalen billigend in Kauf.

„Wir haben, was das finanzielle Gebaren einzelner Clubs angeht, wieder gesehen, dass es eine große Disziplin erfordert, sportliche Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Vernunft unter einen Hut zu bringen. In der Zweiten Liga noch mehr, denn ein Abstieg aus der 2. in die 3. Liga hat nun mal finanziell dramatische Konsequenzen. Dass dies weniger positive Entwicklungen sind, darüber wird im Nachgang zu reden sein. Die Liga wird gut beraten sein, sich das anzusehen“, sagte Seifert.

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