Bundesliga
Gladbach schießt sich Richtung Europapokal

Durch einen 1:0-Arbeitssieg gegen den FSV Mainz ist Borussia Mönchengladbach mehr denn je auf Europapokalkurs. Wieder einmal brauchte es einen genialen Moment von Marco Reus.
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Borussia Mönchengladbach hat einen wichtigen Schritt Richtung Europapokal gemacht: Die "Fohlen" besiegten den FSV Mainz. Damit hat die Borussia auch dank der Punktverluste anderer Teams nun zehn Punkte Vorsprung auf Rang sieben, der nicht zur Teilnahme am europäischen Geschäft berechtigt. Ein beruhigender Vorsprung zur Winterpause.

Die Anhänger der Borussia freuten sich vor dem Anpfiff vor allem über das Comeback von Marco Reus. Der Jungnationalspieler konnte drei Wochen nach einem Zehenbruch mit einem Spezialschuh wieder auflaufen.
Auf der anderen Seite strotzten die Mainzer nach fünf Spielen ohne Niederlage vor Selbstvertrauen. Zudem hat Mainz eine überaus positive Bilanz gegen Mönchengladbach: In den zurückliegenden neun Duellen mit der Borussia holten die Mainzer sieben Siege.

Coach Thomas Tuchel konnte zudem wieder auf Abwehrchef Nikolce Noveski zurückgreifen. Der Mazedonier hat seine langwierige Oberschenkelzerrung auskuriert, nahm zunächst aber auf der Bank Platz. Für den verletzten Top-Scorer Andreas Ivanschitz spielte Yunus Malli, der im Sommer noch für Borussias U23 kickte. Vorne stellte Tuchel mit Choupo-Moting und Allagui zwei gelernte Stürmer auf.

Die offensive 4-4-2-Aufstellung zeigte gleich Wirkung: Schon nach 40 Sekunden tauchte Allagui vor Gladbachs Keeper Stegen auf, doch er konnte seinem Schuss nicht aufs Tor bringen. Nach diesem Schreckmoment übernahmen die Gastgeber dann aber allmählich die Kontrolle. Und das wurde belohnt: nach fünf Minuten fand Reus die Lücke im Zentrum der Gäste-Abwehr und spielte einen tollen Flachpass in die Tiefe auf Patrick Hermann. Der ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 1:0. Mainz zeigte sich keineswegs schockiert und legte umgehend den Vorwärtsgang ein. So entwickelte sich vom Start weg ein munteres Spiel.

Allerdings mussten sich die Mainzer erst finden. Die Umstellung auf 4-4-2 und die Abläufe mit dem neuen Spielmacher Malli klappten nicht reibungslos. Die Gladbacher wussten es allerdings nicht zu nutzen - oft gerieten die entscheidenden Pässe zu unpräzise. Zudem gelang Reus bei weitem nicht so viel wie vor seiner Verletzungspause. So blieben klare Torchancen trotz des hohen läuferischen Aufwandes aller Beteiligten und vieler guter Ansätze zunächst Mangelware.

Bis den Gastgebern in der 29. Minute aus dem Nichts ein wunderbarer Spielzug gelang. Doch an dessen Ende zog Hermann aus aussichtsreicher Position nicht ab, sondern vertändelte. Im Gegenzug verzog Kirchhof seinen 20-Meter-Schuss nur knapp.

Von diesen Szenen abgesehen, war der Kick kaum noch schön anzuschauen - zumindest nicht für die Freunde des Offensivfußballs. Beide Teams verrichteten sehr gute Defensivarbeit, pressten gut und standen in dieser bis dato überaus fairen Partie eng an den Gegenspielern.

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