Bundesliga-Kellerduelll
Dortmunder Befreiungsschlag

Der kriselnden Dortmunder Borussia gelang mit dem 3:0-Sieg beim SC Freiburg das langersehnte Erfolgserlebnis im Abstiegskampf. Der FC Bayern hat seine kleine Schwächephase überwunden. Auch Wolfsburg und Hertha siegen.
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FreiburgBorussia Dortmund kann doch noch gewinnen. Der Krisenclub von Trainer Jürgen Klopp erkämpfte sich am Samstag in der Fußball-Bundesliga ein 3:0 (1:0) beim SC Freiburg und verbuchte nach fünf sieglosen Spielen das bitter benötigte Erfolgserlebnis.

Mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison verließ der BVB auch den letzten Tabellenplatz und belegt nun den Relegationsrang 16. Nationalspieler Marco Reus (9. Minute) und zweimal Pierre-Emerick Aubameyang (56./72.) erzielten vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion die Tore.

Klopp hatte diesmal Shinji Kagawa anstelle von Ciro Immobile im Angriff aufgestellt, für Sokratis spielte Neven Subotic in der Innenverteidigung, und Lukasz Piszczek ersetzte auf der rechten Außenbahn den verletzten Kevin Großkreutz. Von der ersten Sekunde an zeigten die Gäste, dass sie gewillt waren, endlich für die Wende zu sorgen.

Spielerisch ließ die Borussia viele Wünsche offen, doch das dürfte Klopp herzlich egal gewesen sein. „Ich habe der Mannschaft schon vor dem Spiel gesagt, dass sie sich richtig freuen soll, wenn wir gewinnen und nicht nur erleichtert sein soll“, sagte Klopp nach dem Abpfiff und meinte zufrieden: „Wir sind mit uns im Reinen.“

Gegen die diesmal hypernervösen Freiburger, die eigentlich den Druck im Abstiegskampf gewohnt sind, aber zunächst kaum einmal den Ball in den eigenen Reihen halten konnten, vergab Kagawa bereits nach fünf Minuten die erste Chance der Elf in Gelb. Den Nachschuss von Ilkay Gündogan lenkte Torwart Roman Bürki gerade noch über die Latte. „Wir haben heute einfach ein furchtbares Spiel gemacht. Wir waren chancenlos “, meinte SC-Coach Christian Streich.

Ein katastrophaler Fehlpass von Mike Frantz genau in die Füße von Aubameyang verhalf dem BVB dann zur frühen Führung: Reus musste nur noch einschieben. „Dieses Tor war natürlich wahnsinnig bitter, das ist schlimmer als ein Eigentor“, klagte Streich.

Statt gegen die verunsicherten Breisgauer nachzulegen, schalteten Reus und Co. erst einmal einen Gang zurück, verteidigten aber verbissen. Die Freiburger brachten sich mit Fehlpässen im Aufbauspiel immer wieder in Schwierigkeiten. Das neue Angriffsduo Nils Petersen/Mats Møller Dæhli kam kaum zum Zug, Petersen musste gar zur Pause draußenbleiben. Eine Minute vor der Halbzeit brachte Oliver Sorg mit einem kernigen Schuss aus 25 Metern Torwart Roman Weidenfeller erstmals in Bedrängnis.

Nach einem Fehlerpassfestival im ersten Durchgang berappelte sich Freiburg etwas, musste aber schnell ein weiteres Gegentor hinnehmen. Nach einem Steilpass von Gündogan entwischte der deutlich schnellere Aubameyang wieder einmal seinem Bewacher Pavel Krmas.

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