Fußball
Bundesliga-Klubs stocken Etats auf

Trotz der "Schulden-Problematik" haben die Bundesligisten wieder kräftig investiert. Nur ein Drittel aller Klubs reduzierte den Etat für die kommende Saison. Insgesamt setzen die Vereine über 600 Mill. Euro um.

Scheinbar sind die meisten der 18 Bundesliga-Klubs nicht von Schulden-Problemen betroffen. Nur ein Drittel aller Vereine hat die Kalkulation für die kommende Saison reduziert, so dass die Etats in der Eliteklasse mit insgesamt 624,7 Mill. Euro zum zweiten Mal in Folge die "600-Millionen-Schallmauer" durchbrechen.

49,9 Mill. Euro mehr als im vergangenen Jahr

Gegenüber den Planungen im Vorjahr (574,8) erhöhten die Vereine des Oberhauses ihre Haushaltsansätze in der Summe um 49,9 Mill. Euro (plus 8,7 Prozent). Der Anstieg ist jedoch vorrangig auf die Aufstockung der Kalkulationen beim Aufsteiger-Trio mit dem 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und MSV Duisburg zurückzuführen. Die 15 bereits in der vergangenen Saison erstklassigen Vereine hingegen wollen zusammen 3,6 Mill. Euro weniger ausgeben (minus 0,7 Prozent).

Nochmals drastisch zusammengestrichen hat der abgestürzte Börsen-Krösus Borussia Dortmund seinen Etat. Bei den von 90 Mill. Euro Verbindlichkeiten geplagten Westfalen avancierte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zum "Spar-Hans" und veranschlagte nur noch 28 Mill. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (39 Millionen) beträgt die Einsparung satte 28,2 Prozent, gegenüber dem Ansatz von 2003 (57 Millionen) sogar über die Hälfte.

Beachtliche Reduzierungen noch im zweistelligen Bereich melden auch der VfB Stuttgart (Etat: 28 Millionen/minus 12,5 Prozent), der 1. FC Kaiserslautern (14,5/12,1) und Ex-Meister Werder Bremen (40/11,1). Auf hohem Niveau immerhin geringfügig abspecken wollen zudem "Vize" Schalke 04 (38,5/3,7) sowie Hertha BSC Berlin (53,2/2,7).

Gladbach kalkuliert mit Rekord-Etat

Geklotzt hat dagegen aus dem Kreis der etablierten Mannschaften besonders Borussia Mönchengladbach. Der frühere Champion kalkuliert mit einem Rekordetat von 50,5 Mill. Euro und erhöhte damit sein Budget um satte 25,9 Prozent (2004/05: 40,1 Millionen). Eine enorme Steigerungsrate von 20 Prozent weist außerdem Hannover 96 bei einem Haushalt von 30 Mill. Euro auf (25 Millionen).

Deutlich übertreffen das Duo nur die Neulinge. Eintracht Frankfurt verdreifachte seinen Zweitliga-Haushalt nach der Rückkehr ins Oberhaus auf 37 Mill. Euro. Den größten Etat der Aufsteiger weist allerdings der 1. FC Köln mit 41 Mill. Euro auf (Vorjahr: 22 Millionen/plus 86,4 Prozent auf). Traditionell kleinere Brötchen backt der MSV Duisburg mit 25 Mill. (13/plus 92,3).

Mehr Geld wollen außerdem die Vorjahres-Aufsteiger Arminia Bielefeld und FSV Mainz 05 ausgeben. Beide rechnen mit einer moderaten Erhöhung von jeweils zwei Mill. Euro. Der Rest der Liga - die Klubs bezogen unterschiedliche Bereiche in ihre Berechnungen ein - geht mit unveränderten Etats ins neue Spieljahr.

Krösus ist damit einmal mehr "Double"-Gewinner Bayern München. Der Rekordmeister hat wiederum 60 Mill. Euro veranschlagt. Dahinter folgen Hertha (53,7), Gladbach (50,5) und der VfL Wolfsburg (50). Schlusslicht der Rangliste ist Kaiserslautern mit 16,5 Mill. Euro.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%