Bundesliga-Kracher
Gladbach schießt Bayern in einer Viertelstunde ab

Das Spiel hätten die Bayern in der ersten Halbzeit entscheiden müssen. Doch dann geht der Rekordmeister in Gladbach unter: 3:1 gewinnen die „Fohlen“ und bringen Pep Guardiola damit eine historische Niederlage bei.

MönchengladbachDer Auftritt bei Borussia Mönchengladbach war die 49. Bundesliga-Hinrunden-Partie von Pep Guardiola. Von den 48 Partien zuvor hat der Bayern-Coach sage und schreibe 42 gewonnen, sechs Mal unentschieden gespielt und nie verloren. Doch mit dieser sagenhaften Serie ist es nun vorbei, der „Angstgegner“ hat wieder zugeschlagen: Borussia Mönchengladbach besiegt den FC Bayern München mit 3:1. Die Tore schossen Wendt, Stindl und Johnson. Dabei hatten die Münchener Chancen genug, das Spiel schon in der ersten Halbzeit für sich zu entscheiden. Doch es kam anders.

Trotz der beeindruckenden Auftritte der Münchener gegen die Spitzenteams in dieser Saison rechneten sich die „Fohlen“ zurecht etwas aus – schließlich holte der FC Bayern in der Vorsaison nur einen Punkt gegen sie. Die Münchener hatten vor dem Anpfiff 216 Minuten nicht mehr gegen Gladbach getroffen. Und: Nirgendwo holt der Rekordmeister weniger Punkte als in Gladbach und von den vergangenen zwölf spielen konnte er nur drei gewinnen.

Zwar holten die beiden Teams an den vergangenen neun Spieltagen beeindruckende 48 von 54 möglichen Punkten, aber auf dem Papier betrachtet war kein Offensivspektakel zu erwarten - schließlich fehlten den Bayern mit Götze, Robben und Costa namhafte Offensivkräfte. Immerhin saß Frank Ribery nach langer Zeit mal wieder auf der Bank - er war dort auch die einzige Offensivkraft wegen der vielen Ausfälle. Auffällig war, was bei fast allen Mannschaften normal ist: Der FC Bayern begann mit derselben Aufstellung wie beim letzten Sieg, dem 2:0 gegen Hertha BSC Berlin. Das gab es bei den Münchenern seid 99 (!) Pflichtspielen nicht mehr.

Gladbach musste neben den Langzeitverletzten Hahn und Hermann auch auf Traore und damit einen weiteren „Flügelflitzer“ verzichten. Einzig Bayerns Coman sorgte vom Start weg für besondere Momente. Es brauchte aber eine Standardsituation, damit zum ersten Mal einen Raunen durch das mit 54.000 Fans ausverkaufte Stadion ging: Nach einer Ecke kam Martinez zum Kopfball, doch der Ball strich knapp über den Torwinkel (10. Minute).

Auch danach blieben die Münchener nicht nur das Team mit mehr Ballbesitz, sondern auch das mit den gefährlicheren Aktionen. Einen glänzenden Spielzug konnte Lewandowski in der 18. Minute allerdings nicht zum 1:0 nutzen – er scheitere an Gladbachs Keeper Sommer – genau wie auch kurz darauf Thomas Müller aus noch besserer Position. Wieder nur eine Minute später konnte Coman nur in allerletzter Sekunde geblockt werden.

Der Führungstreffer hätte längst fallen müssen, doch die Gäste ließen ungewohnt viele Chancen liegen. Das nächste Beispiel folgte in der 24. Minute, als Benatia nach einem Freistoß aus kürzester Entfernung Yann Sommer anköpfte. Das absolute Highlight bildete eine Minute später ab die Doppelchance von Martinez und Coman, der unfassbarerweise aus fünf Metern am Pfosten scheiterte.

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