Bundesliga
Leipzig feiert Aufstieg in die Bundesliga

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz ist mit RB Leipzig endlich am Ziel. Sieben Jahre nach der Gründung des Klubs gelingt der Aufstieg in die Bundesliga. Die Ambitionen werden dadurch aber nicht kleiner – im Gegenteil.

LeipzigNur sieben Jahre nach seiner Gründung ist RB Leipzig der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga gelungen. Die Mannschaft von Ralf Rangnick gewann ihr Heimspiel gegen den Karlsruher SC mit 2:0 (0:0) und kann vor dem letzten Spieltag am kommenden Wochenende nicht mehr Platz zwei verdrängt werden. Tabellenführer SC Freiburg steht schon seit einer Woche als Aufsteiger fest.

Der Schwede Emil Forsberg (52.) erlöste die Roten Bullen vor 42.559 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena, darunter auch Klub-Besitzer Dietrich Mateschitz, mit seinem Treffer zum 1:0. Es war sein achtes Saisontor. Marcel Halstenberg (87.) machte alles klar.

Seit Gründung von RasenBallsport im Jahr 2009 war die Bundesliga das erklärte Ziel von Red-Bull-Chef Mateschitz. 2009 hatte der Brause-Klub das Startrecht des SSV Markranstädt für die Oberliga übernommen. Nach einem Jahr in der fünften Klasse ging es kontinuierlich nach oben: Drei Jahre Regionalliga, ein Jahr 3. Liga, zwei Jahre 2. Liga.

RB Leipzig ist der 55. Klub in der Geschichte der Fußball-Bundesliga und nach dem Abstieg von Energie Cottbus 2009 der erste Verein aus den neuen Bundesländern, der zum Oberhaus dazugehört. Leipzig war bislang mit dem VfB in der Saison 1993/94 in der Bundesliga vertreten gewesen.

Der Aufstieg des Klubs von Milliardär Mateschitz war steinig, da insbesondere Traditionsvereine heftige Kritik an dem kühl kalkuliertem RB-Projekt übten und ihre Abneigung auch in handfesten Protestaktionen zeigten. Zuletzt schlug Leipzigs Abwehrspieler Willi Orban bei dessen Rückkehr auf den Betzenberg der blanke Hass entgegen. Lauterer Fans zeigten ein Plakat mit dem Konterfei von Orban im Fadenkreuz, der DFB ermittelt.

Für Trainer Ralf Rangnick wird der Aufstieg allerdings in schmerzhafter Erinnerung bleiben: Auf der Flucht vor der Bierdusche seiner Spieler erlitt der Trainer und Sportdirektor von RB Leipzig am Sonntag eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel, wegen der er sogar die obligatorische Pressekonferenz nach dem Spiel ausließ. Co-Trainer Achim Beierlorzer vertrat seinen Chef.

Dem ersten Ansturm von Mittelfeldspieler Stefan Ilsanker konnte Rangnick noch ausweichen, doch beim Spurt weg von Stürmer Davie Selke fasste sich der 57-Jährige hinten an den Oberschenkel und stürzte auf den Rasen. Selke nutzte die Chance und übergoss den Coach mit einer vollen Ladung Bier. Anschließend humpelte Rangnick mit schmerzverzerrtem Gesicht und nun wie ein begossener Pudel mit seinen Spielern über den Platz. Leipzig war durch einen 2:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC in die Fußball-Bundesliga aufgestiegen.

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