Bundesliga
Premiere legt Bürgschaft bei der DFL vor

Der Bezahl-Fernsehsender wird offenbar der Deutschen Fußball Liga eine Bankbürgschaft über 225 Millionen Euro zustellen. Damit dürften die Gelder aus dem neuen TV-Vermarktungsvertrag für die Saison 2009/10 in Höhe von insgesamt 386 Mio. Euro mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF sowie mit Premiere gesichert sein.

HB MÜNCHEN. Über die geplante Bürgschaft berichtet das Fachblatt "Kicker" in seiner Montagsausgabe. Premiere-Sprecher Torsten Fricke und die DFL wollten die Meldung auf Anfrage nicht kommentieren. Zuletzt hatte es aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation bei Premiere Befürchtungen auch bei den Profi-Vereinen gegeben, der langjährige Partner im Pay-TV könne seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen.

Inzwischen aber hat Premiere eine Kapitalerhöhung über 412 Mio. Euro durch die Ausgabe neuer Aktien nahezu abgewickelt. Der Medienmogul Rupert Murdoch war im großen Stil auch beim deutschen Abonnement-Kanal eingestiegen und hatte Premiere in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation Ende des vergangenen Jahres unter die Arme gegriffen. Premiere ist mit einer Zahlung von derzeit etwas mehr als 200 Mio. Euro der größte Geldgeber der 36 Klubs in den ersten beiden deutschen Fußballligen.

Für einen neuen Vierjahresvertrag (2009 bis 2013) wird der Bezahlsender gestaffelt von 225 Mio. Euro bis 275 Mio. Euro pro Spielzeit für die Rechte an der ersten und zweiten Bundesliga zahlen. Darüber hinaus besitzt der Kanal auch laufende Verträge für den DFB-Pokal und die Fußball-Champions-League des europäischen Verbandes Uefa.

Auf einem anderen Gebiet hingegen muss Premiere um die Zukunft bangen: Unsicher ist zurzeit die künftige Kooperation des Bezahlsenders mit der Deutschen Telekom. Denn das Deutsche Sport-Fernsehen (DSF) und Spiegel TV wollen einem Zeitungsbericht zufolge Premiere als Partner des Bonner Konzerns verdrängen.

Die drei Sender konkurrierten dabei um die Produktion und Ausstrahlung der Fußball-Bundesliga über das Internet-TV der Telekom, schreibt die Tageszeitung "Die Welt" in ihrer Montagausgabe. Dabei beruft sie sich auf Informationen aus dem Unternehmen.

Am Mittwochabend wolle sich der Konzern für ein Unternehmen entscheiden und den Namen am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Berlin verkünden. "Die Entscheidung ist noch offen", sagte eine mit dem Verfahren vertraute Person dem Blatt.

Die Telekom hat der Zeitung zufolge die Senderechte über ihr Internet-Fernsehen für die Bundesliga-Spielzeiten bis einschließlich der Saison 2012/13 von der DFL erworben. Da die Telekom keine Sendelizenz besitzt, muss sie sich auf einen Partner stützen, der die Bundesliga für sie redaktionell unabhängig produziert und ausstrahlt. In den vergangenen Jahren war das Premiere. Doch in diesem Januar hatte die Deutsche Telekom den Auftrag neu ausgeschrieben.

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