Bundesliga-Relegation
Vorletzte Chance für den schlappen HSV-Dino

Der HSV hat zuletzt nur verloren und will dennoch in der Bundesliga bleiben. Gegen gut aufgelegte Fürther wird das schwer – nicht zuletzt auch wegen der Debatten um Gehaltskürzungen, Schuldenberg und Lizenzentzug.
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HamburgEin großer Club und große Namen. Das allein reicht jedoch nicht, um in der Bundesliga zu bleiben. Zwar ist der Hamburger SV in der Bundesliga-Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth der Favorit. Doch das steht allenfalls auf dem Papier. Der Unterschied: Die Hamburger spielten eine katastrophale Saison. Ihnen wurde die Chance geschenkt, der Zweitligist hat sie sich erarbeitet.

Der HSV ist schlecht wie nie, Greuther Fürth dagegen obenauf. Wenn beide in der Hamburger Arena zum ersten Vergleich aufeinandertreffen, haben die Fürther nichts zu verlieren - die Hamburger jedoch alles. „Beißen ohne Ende“, fordert deshalb HSV-Urgestein Uwe Seeler. „Da muss jeder sein letztes Hemd ausziehen.“

Der HSV kann aus der jüngsten Negativserie von fünf Niederlagen kaum Siegeszuversicht ziehen. Anders die Fürther: Von ihren letzten 14 Saisonspielen haben sie lediglich eines verloren. Mit 64 Toren verfügen die Franken über die beste Offensive der 2. Liga. Dagegen stellen die Hamburger mit 75 Gegentoren unter allen 56 Mannschaften in den drei Profiligen die löchrigste Defensive.

Wer selbstbewusster ins Rennen geht, ist da nicht schwer zu erraten. „Aber das spielt jetzt keine Rolle. So ein geiler Club wie der HSV muss drinbleiben. Egal wie. Wir müssen uns für alle den Arsch aufreißen“, beschreibt der Hamburger Kapitän, der Niederländer Rafael van der Vaart die Ausgangslage in der „Sport Bild“.

Lange Zeit kauerte der als Spiritus Rector geholte Mittelfeldmann in einem Leistungsloch. Jetzt lässt sich beim Niederländer ein Aufwärtstrend ausmachen. Der mit einem jährlichen Salär von 3,5 Millionen Euro bestverdienende Hamburger Profi will selbst bei einem Abstieg bleiben. „Mein Vertrag läuft noch bis 2015. Ich werde nicht weglaufen“, betont er.

„Der HSV hat die besseren Individualisten“, sagt Fürth-Verteidiger Niko Gießelmann, „aber darum geht es in den beiden Spielen nicht.“ Da spielt auch der sechsmal höhere Gehaltsetat der Hamburger keine Rolle. Rückhalt der Fürther soll der 28 Jahre alte Torhüter Wolfgang Hesl sein, der sich an „viele schöne Jahre in Hamburg“ erinnert.

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