Bundesliga
Schicksalsspiel für Labbadia

Der HSV hat nur einen Punkt aus drei Spielen geholt. In Freiburg muss Trainer Bruno Labbadia unbedingt liefern. Und wenn nicht? Dann könnte auch Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer in den Fokus rücken. Die HSV-Misere.

DüsseldorfIn Hamburg schauen sie im Moment gerne nach Bremen. Der katastrophale Start des Rivalen samt Trainerrauswurf überstrahlt die aktuellen Probleme des HSV. Dabei könnte auch hier bald ein Trainerwechsel anstehen. Ein Sieg am heutigen Dienstagabend beim SC Freiburg ist daher Pflicht.

Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer hat dies reichlich unverblümt bereits gefordert. „Wir müssen Änderungen so schnell wie möglich herbeiführen. Möglichst schon in Freiburg“, sagte er und lässt dadurch viel Raum für Spekulationen. Beiersdorfer agiert ganz im Sinne des mächtigen HSV-Investors Klaus-Michael Kühne.

Der große Geldgeber hatte schon Anfang September gesagt: „Abwarten, ob der Trainer das Team in Form bringen kann.“ Labbadia selbst reagierte nach dem 0:4-Debakel gegen Aufsteiger Leipzig bereits sehr dünnhäutig. Als ihn Sky-Reporter Patrick Wasserzieher fragte, ob er nun eine Diskussion um seine Person befürchte, brach Labbadia das Interview recht schnell ab und stampfte schimpfend davon.

Die Zwischenbilanz nach vier Spieltagen ist mau. Fast 33 Millionen Euro hatte der HSV im Sommer in den Kaderumbau investiert. Dafür gab es bislang einen knappen Sieg im DFB-Pokal gegen Drittliga-Aufsteiger Zwickau, zum Bundesliga-Auftakt ein 1:1 zuhause gegen Ingolstadt, danach Niederlagen gegen Leverkusen und Leipzig.

Labbadia hat jede Menge Baustellen, die er nun in den Griff bekommen muss. Gegen Leipzig strich der Trainer den Stürmer Pierre-Michel Lasogga aus dem Kader. Neuzugang Alen Halilovic wiederum sorgte im DFB-Pokal für das Goldene Tor, wurde in der Liga aber nur als Joker eingesetzt.

Das 20-jährige Offensiv-Juwel könnte das ideenlose Mittelfeld beleben. Halilovic‘ Vater möchte das auch und stänkerte daher in der Sport-Bild: „Als wir mit dem HSV in Verhandlungen waren, haben uns viele gewarnt, Alen nicht nach Hamburg gehen zu lassen, weil der Trainer kein großer Fan von jungen Spielern sei.“ Zu allem Überfluss stellte auch noch Bankdrücker Ashton Götz die Arbeitsweise Labbadias öffentlich in Frage.

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