Bundesliga-Sensation So knackten die Fohlen den Bayern-Code

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6. Aufopferungsvoll kämpfen


Die Gladbacher präsentierten sich sehr zweikampfstark. Die Bilanz war vollkommen ausgeglichen: 50 Prozent ihre Zweikämpfe gewannen beide Teams. Das ist gegen die Bayern eine gute Bilanz, weil die Roten sehr gut pressen und viele Bälle im Mittelfeld gewinnen. Das gelang in diesem Spiel nicht so häufig wie gewohnt.

Gladbach-Legende Berti Vogts kommentierte das Spiel daher so: „In der zweiten Halbzeit fand Bayern München gar nicht mehr statt.“ Seine interessante Begründung für dieses Ergebnis: „Die Bayern waren im Mittelfeld nur mit Arbeitern besetzt.“ Fehlte etwa ein Schuss Genialität eines Robben oder Thiago?

 

7. Munter kombinieren

Entscheidend für den Sieg waren am Ende die Ballsicherheit und die Kombinationsfreude der Gladbacher. Dies drückt sich in Zahlen so aus: 70 Prozent der Pässe kamen an. Auch das ist gegen die pressingstarken Bayern ein guter Wert. Vor allem vor dem Bayern-Tor präsentierten sich die Fohlen extrem abgezockt.

54. Minute: Oscar Wendt erzielt die 1:0-Führung! Flanke von Fabian Johnson von der rechten Seite. In der Mitte legt Wendt mit der Hacke auf Raffael ab, der das Leder sofort wieder auf Wendt abtropfen lässt. Der Schwede zirkelt das Leder aus 14 Metern ins rechte Eck.  

66. Minute: Stindl erhöht auf 2:0! Eine Flanke aus dem Halbfeld verlängert Nico Elvedi mit dem Kopf auf Stindl, der direkt aus zehn Metern den Ball im Tor versenkt. Der herausstürmende Neuer kommt zu spät.

68. Minute: Johnson erhöht auf 3:0. Die Fohlen kontern den Meister eiskalt aus. Ein schöner langer Ball von Korb auf Johnson und der Amerikaner läuft alleine auf Neuer zu. Johnson lässt Neuer aus acht Metern keine Chance.

Fazit: Um gegen die Bayern zu gewinnen, muss alles zusammenpassen. Gladbach erwischte einen extrem guten Tag, die Bayern hatten einen durchschnittlichen. Das allein erklärt die Niederlage jedoch nicht: Neben Mauern und Kontern hat Trainer Schubert einen weiteren Weg aufgezeigt, um gegen die Münchner zu bestehen.

Ballbesitz gegen den Meister des Ballbesitzes, lautet das Erfolgsrezept. Das sollte Ansporn für die Konkurrenz sein, den immer noch großen Vorsprung der Münchner aufzuholen – um die Bundesliga auch an der Spitze wieder spannender zu machen.

Mönchengladbacher Helden in den Siebzigern
Günter Netzer
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Eine prägende Figur: Netzer führte die Borussia 1970 und 1971 zum nationalen Meistertitel und zwei Jahre später auf kuriose Art und Weise zum Pokalsieg. Trainer Hennes Weisweiler hatte ihn zu Spielbeginn auf die Bank gesetzt – bis dieser sich in der Verlängerung selbst einwechselte und das 2:1-Siegtor schoss. Der Spielmacher wurde als erster Akteur zweimal in Folge Fußballer des Jahres. Nach dem Pokalfinale 1973 wechselte er zu Real Madrid.

Berti Vogts
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Mehr als 400 Spiele absolvierte der Verteidiger für die Elf vom Niederrhein – und führte das Team 1975 und 1979 als Kapitän zum UEFA-Pokalsieg. Außerdem wurde Vogts 1972 und 1974 Europa- bzw. Weltmeister.

Jupp Heynckes
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Legenden unter sich: Jupp Heynckes (r.) stand seinem Freund Günter Netzer in Sachen Erfolge in nichts nach: Heynckes war enorm torgefährlich und schnell – für Mönchengladbach erzielte er mehr als 200 Treffer. Noch heute wird Heynckes, der auch in Mönchengladbach geboren wurde, am Niederrhein verehrt wie kaum ein Zweiter.

Herbert Wimmer
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„Hacki“ Wimmer wurde 1970, 1971, 1975 und 1977 mit Mönchengladbach Deutscher Meister. Insgesamt schnürte er 366 Mal die Schuhe für die „Fohlen“.

Rainer Bonhof
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Bonhof hatte viele schöne Momente in Mönchengladbach, seine Sternstunde aber im WM-Finale 1974, als er das 2:1-Siegtor vorbereitete. Später betreute er Borussia Mönchengladbach auch eine Saison lang als Trainer. Heute ist er Vize-Präsident des Vereins.

Wolfgang Kleff
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Er kann es noch: Als Aktiver hütete Wolfgang Kleff von 1968 bis 1979 das Gladbacher Tor, nach einem Intermezzo bei Hertha BSC Berlin ab 1980 für zwei weitere Jahre.

Uli Stielike
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Seine ersten Schritte im Seniorenfußball machte Stielike in Mönchengladbach, ehe er acht Jahre lang für Real Madrid kickte. Als Trainer kam Stielike bereits ordentlich rum: Heute ist er Trainer der südkoreanischen Nationalmannschaft.

Interessante Links:

Zum Nachhören: Die drei Tore gegen Bayern

Klub-Statistik: Borussia Mönchengladbach

Klub-Statistik: FC Bayern München

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