Bundesliga Spielbericht : Köln gelingt gegen Hoffenheim der Befreiungsschlag

Bundesliga Spielbericht
Köln gelingt gegen Hoffenheim der Befreiungsschlag

Der 1. FC Köln gewinnt gegen Hoffenheim 3:2 und macht einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. Die offensive Ausrichtung wird bei dem hochverdienten Sieg gegen eine defensivschwache TSG belohnt.
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KölnDer 1. FC Köln hat einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Rheinländer gewannen ihr wichtiges Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mit 3:2 durch Tore von Lehmann, Ujah und Hector und dem zwischenzeitlichen 2:1 durch Polanski. Hoffenheim gelang durch ein Tor von Anthony Modeste zwar in der 88. Minute noch der 3:2-Anschlusstreffer, doch das reichte nicht mehr, um das Spiel zu drehen. Für Hoffenheim bedeutet die Niederlage einen herben Rückschlag im Kampf um Platz sechs, aber diesen hätte das Team angesichts der heutigen Leistung auch nicht verdient.

Köln suchte sein Heil in einer offensiven Aufstellung: Neben Anthony Ujah stellte FC-Trainer Peter Stöger mit Yuya Osako einen zweiten Stürmer auf. Der Japaner befinde sich "klar im Aufwind", wie sein Coach verkündete - und er sollte damit absolut Recht behalten. Die Hoffenheimer mussten mit dem kleinen Nachteil antreten, dass sie unter der Woche 120 Minuten im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund gehen mussten. Beide Trainer lobten im Vorfeld die erheblichen Defensivqualitäten des jeweils anderen Teams und gaben aber an, dass es wohl keine sieben Tore wie im Hinspiel geben werde, als der FC 4:3 in Hoffenheim gewann. Dabei war es keineswegs eine Abwehrschlacht, sondern eine sehr unterhaltsame Partie mit vielen Offensivaktionen - phasenweise sogar furios.

So legten beide Teams los wie die Feuerwehr: Gleich in der ersten Minute nagelte Firmino den Ball aus kürzester Entfernung an die Querlatte. Und 30 Sekunden später verpasste Schipplock die Hereingabe von Firmino nur um Zentimeter. In beiden Fällen erwies sich die Kölner Abwehr als allzu schläfrig.

Ebenso unaufmerksam erschien einigen Kölner Fans auch Schiedsrichter Peter Sippel beim Gegenzug, als er nach einem harten Rempler an Osako im 16-Meter-Raum einen Pfiff schuldig blieb. Hier hätte es Elfmeter geben können. Die aufregendste Anfangsphase der bisherigen Saison machte die Chance von Osako perfekt, der aus 17 Metern knapp verzog.

Danach beruhigte sich das Geschehen zwar, es gab aber reichlich schöne Szenen. Köln griff munter an, nur dass die Fernschüsse nicht aufs Tor kamen. Und Hoffenheim konterte: Nach elf Minuten musste FC-Keeper Timo Horn alles aufbieten, um Vollands exzellente Chance zunichte zu machen. Hoffenheims Spielweise war variabler, die der Kölner leidenschaftlicher. Schwächen in der Defensivarbeit offenbarten beide.

Und eine solche Schwäche führte auch zum 1:0. Hoffenheims Verteidiger Ermin Bicakcic stellte sich gegen Osako derart ungestüm an, dass Schiedsrichter Sippel nun gar nicht mehr anders konnte, als auf den Punkt zu zeigen. Lehmann verwandelte den Elfmeter unkonventionell per Flachschuss in die Mitte (20. Minute). Hoffenheim reagierte jedoch prompt: Der Freistoß von Rudy blieb zwar in der Mauer hängen, aber im zweiten Anlauf gelang dem Nationalspieler ein toller Pass auf Firmino, der direkt abzog und Timo Horn prüfte.

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Hoffenheim blieb ohne Konzept

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