Bundesliga
Sponsoren meiden Relegationsspiele

Für Nürnberg und Paderborn war die Relegation ein Grund zum Jubeln: In letzter Minute sicherten sie sich den Aufstieg in die erste bzw. zweite Bundesliga. Für die Sportsman Media Group haben sich die Spiele dagegen nicht ausgezahlt, die Bandenvermarktung lief zäh. Nun hofft Sportsman, dass die Popularität der Relegation steigt.

HAMBURG. Nachdem sich die Sportsman Media Group gegen Konkurrenten wie Sportfive und Infront durchgesetzt hatte, blickte Thomas Krohne optimistisch in die Zukunft: "Der Zuschlag für die Bandenvermarktung der Relegationsspiele der Fußball-Bundesliga bis 2012/13 ist ein weiterer Meilenstein für den Ausbau unserer Marketing- und Sponsoringaktivitäten", erklärte der Geschäftsführer von Sportsman. Das war Ende Februar.

Heute, nachdem sich Nürnberg und Paderborn in der ersten Ausscheidungsrunde seit 1991 den Aufstieg durch die Hintertür gesichert haben, dürfte die anfängliche Euphorie zumindest teilweise verflogen sein.

Natürlich ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen, ob sich der Erwerb der Vermarktungsrechte nach vier Spielzeiten auszahlen wird, aber zumindest das erste Jahr hatte man sich bei Sportsman wohl anders vorgestellt. Nach Abzug der gezahlten Garantiesumme - die Rede ist von einem niedrigen siebenstelligen Betrag pro Jahr - soll Sportsman bei der Vermarktung der diesjährigen Relegationsspiele einen Verlust von etwa 400 000 Euro eingefahren haben.

"Es dürfte klar sein, dass Sportsman nicht nur mit einem hellblauen Auge davongekommen ist", sagen Beobachter. Doch zynische Kommentare scheinen in der Branche fehl am Platz. Selbst von direkten Konkurrenten kommen leise Töne: "Wir sind heilfroh, dass wir den Auftrag nicht bekommen haben", sagt ein Vermarkter.Als Beleg für den durchwachsenen Erfolg beim Verkauf der Werbepakete genügte ein Blick auf die Stadionbanden bei den Duellen Energie Cottbus gegen den 1. FC Nürnberg und SC Paderborn gegen VfL Osnabrück: Unter den insgesamt elf Werbepartnern auf den LED-Banden erschienen mit Laola1.tv und Duodomi unter anderem zwei Tochterunternehmen der Sportsman-Holding sowie die Bundesliga-Stiftung. Werbezeiten also, die bei größerer Nachfrage wohl eher auf dem freien Markt veräußert worden wären.

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