Bundesliga-Stiftung gegründet
Die DFL zeigt sich von ihrer weichen Seite

Die Spiele der Fußball-Bundesliga sollen künftig nicht nur Fans Freude bringen, sondern auch Kindern in Dritte-Welt-Ländern helfen. Die 36 deutschen Profiklubs werben Mitte März, am 25. Spieltag, für die Aktion "Football against Hunger" der Vereinten Nationen. Das Vorhaben ist mehr als nur eine gute Tat - es ist der Auftakt für die neu gegründete Bundesliga-Stiftung der Deutschen Fußball Liga.

FRANKFURT. "Die Bundesliga ist die emotionalste Marke, die es in Deutschland gibt. Daraus erwächst auch eine soziale Verantwortung", sagt der Stiftungs-Vorstandsvorsitzende Tom Bender.

Die Organisation knüpft damit an die Medienkampagne "Sportler für Sportler" an, mit der die Vereine am 19. Spieltag auf andere Disziplinen und die Arbeit der Stiftung Deutsche Sporthilfe aufmerksam machten. Kern war eine Spot-Serie, die auf den Videoleinwänden in den Stadien und bei den Fernsehpartnern der Bundesliga zu sehen war. Ähnliches soll nun am 25. Spieltag geschehen.

Der Stiftungstrend hat den Sport erfasst. Die Deutschen Fußball Liga (DFL) folgt einer ganzen Reihe von prominenten Athleten, die jüngst Wohltätigkeitsorganisationen in eigenem Namen gegründet haben. Die Liste ist lang: Die deutschen Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder, Philipp Lahm und Per Mertesacker, Basketball-Star Dirk Nowitzki, der ehemalige Wimbledonsieger Michael Stich und Ex-Boxer Henry Maske sind nur einige Beispiele.

Die Sportler wissen, dass sich ihre Bekanntheit bestens zum Spendensammeln eignet. Doch erst vor kurzem haben sie Stiftungen als Mittel der Wahl entdeckt. "Die Häufung in letzter Zeit ist wirklich auffällig", sagt der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen (BDV), Hans Fleisch. "Das liegt daran, dass sich viele Sportler untereinander kennen. Außerdem bemühen sich die Berater, den Athleten klarzumachen, dass sie etwas der Gesellschaft zurückgeben müssen."

Der Sport reiht sich in einen Trend ein, der die gesamte Gesellschaft erfasst hat. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Stiftungen in Deutschland regelrecht explodiert: Seit 2004 ist sie von rund 12 000 auf fast 16 500 gestiegen. Der BDV schätzt das in ihnen angelegte Vermögen auf rund 100 Mrd. Euro.

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