Bundesliga-Tippspiele
Im Internet grassiert das Bundesliga-Tippfieber

In den deutschen Büros ist kurz vor dem Saisonstart der Fußball-Bundesliga wieder das Tippfieber ausgebrochen: Chef gegen Lehrling, Kunde gegen Dienstleister – beim Tipppsiel haben alle die gleiche Chance, häufig sogar auf attraktive Gewinne. Für die meisten Anbieter steht hinter der Suche nach dem Tippkönig aber weit mehr als der reine Unterhaltungsfaktor.

DÜSSELDORF. Wer wird deutscher Fußballmeister? In den deutschen Büros ist kurz vor dem Saisonstart wieder das Tippfieber ausgebrochen: Überall studieren selbst ernannte Fußball-Experten Spielpläne und Mannschaftsaufstellungen. Um den Tippkönig am Saisonende in der Teeküche krönen zu können, werden schnell noch Zettel ausgefüllt und Platzierungen errechnet. Doch genau das kann zumindest den Tippleiter und Schriftführer ganz schön nerven – vor allem, wenn sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat. Wer den Spaß ohne die Arbeit haben will, der geht ins Internet und lässt rechnen.

Web-Tippdienste gibt es wie Sand am Meer. Ob Kicker.de, Erdinger.de oder Handelsblatt.com: Überall wird um den Titel des Tippkönigs, die Ehre und oft auch um Preise gerungen. Zu den großen Ausrichtern der Branche zählt Kicktipp.de. Vor über zehn Jahren programmierte der Düsseldorfer Janning Vygen für den Freundeskreis einen einfachen Tipp-Dienst.

Mit den Jahren wuchs das kleine Amateurprogramm zu einer umfassenden Internetplattform heran. Hier können private Gruppen bis maximal 300 Fans kostenlos im Wettstreit gegeneinander antreten. Das Prinzip: Einer eröffnet die Runde und lädt Freunde dann per E-Mail ein. Mit Werbebannern finanziert das Unternehmen den Service.

"Wir verzeichnen in guten Zeiten 600 000 bis eine Million registrierte Nutzer alleine im Kostenlos-Bereich", sagt der heute 37-jährige Fußballfan Vygen. Gute Zeiten, das sind für ihn Welt- oder Europameisterschaften. Da verzeichnet sein Unternehmen bis zu 100 Millionen Webseitenaufrufe pro Monat, weil auch die Frauen mit Ronaldo, Podolski und Co. mitfiebern. In der Fußball-Bundesliga hingegen sind die Männer praktisch unter sich.

Im kostenpflichtigen Business-Bereich betreut Kicktipp Kunden wie T-Online. Das Mobilportal kauft den Service komplett ein und präsentiert ihn mit dem eigenen Firmen-Design – fertig ist die Unternehmens-Tippseite. Der Dienst ist beliebt: Rund 300 Firmen von der Anwaltskanzlei und dem Baustoffhändler bis zum Großverlag zählen zu den Kunden. Das Ziel der Firmen ist klar: Sie wollen mehr Besucher auf ihre Webseiten locken, neue Kontaktadressen sammeln und potenzielle Kunden gewinnen.

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