Fußball
Bundesliga will Milliarden-Deal mit Premiere

Eine stolze Milliarde Euro hat DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zum Verhandlungsziel mit dem Pay-TV-Sender Premiere für die Fernseh-Rechte an der Bundesliga ausgerufen. Experten halten dies für wenig realistisch.

Wenn es nach der DFL Deutsche Fußball Liga Gmbh geht, muss Premiere für die Pay-TV-Rechte an der Bundesliga ab der Saison 2006 bis zu einer Milliarde Euro zahlen. "Premiere ist an der Börse etwa zwei Mrd. Euro wert. Und es gibt Experten, die behaupten, mindestens die Hälfte der Zuschauer hätten den Sender nur wegen Bundesliga-Fußball abonniert. Ich bin überzeugt, dass die Pay-TV-Rechte für Deutschland eine Milliarde Euro wert sind", sagte der neue DFL-Geschäftsführer Christian Seifert in der Wirtschaftswoche.

Für die Liga kann es nach Aussage von Seifert letztendlich nur darum gehen, "welchen Preisabschlag wir hinnehmen". Mit der Mrd.-Forderung liegt Seifert allerdings deutlich über dem, was zuletzt von TV-Rechte-Experten als realistisch betrachtet worden war. Statt 300 Mill. Euro pro Saison wie zuletzt, waren rund 450 Mill. per annum veranschlagt worden.

Kabel Deutschland als Konkurrent

Die Ausschreibung für die Rechte ab der Saison 2006/2 007 soll in den kommenden Wochen erfolgen. Vor Seifert hatte bereits Liga-Präsident Werner Hackmann den Pay-TV-Sender Premiere durch einen Flirt mit dem Konkurrenzunternehmen Kabel Deutschland unter Druck gesetzt. "Das ist aus meiner Sicht eine interessante Variante, die nicht außer Acht gelassen werden sollte. Hinter dem Sender steht ein finanzkräftiges Unternehmen, dem ich den Schritt in dieses Geschäftsfeld durchaus zutrauen würde", sagte Hackmann.

© SID

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