Bundesliga
„Wölfe“ stürzen die Bayern

Eine unerwartete Schlappe hat sich Bayern München beim VfL Wolfsburg geleistet. Mit dem 0:1 rutscht das Team von Trainer Felix Magath in der Tabelle auf den Rang vier ab.

HB WOLFSBURG. Drei Tage nach dem Triumph von Mailand hat Bayern München in der Fußball-Bundesliga den Schwung aus der Champions League schon wieder verloren. Der Rekordmeister unterlag beim bisherigen Tabellenletzten VfL Wolfsburg überraschend 0:1 (0:1) und gab damit die Spitzenposition wieder ab. Für Wolfsburg war es der erste Saisonsieg, der VfL verließ damit den 18. Rang.

Nationalstürmer Mike Hanke beendete mit seinem Tor zum 1:0 in der 36. Minute seine fast siebenmonatige Durststrecke in der Bundesliga. Gleichzeitig bedeutete der Treffer das erste Heimtor für den VfL gegen die Bayern seit 487 Minuten.

Vor 30 000 Zuschauern in der ausverkauften VW-Arena setzte Bayern-Trainer Felix Magath auf die gleiche Startformation wie beim 2:0-Sieg am Mittwoch in San Siro. VfL-Coach Klaus Augenthaler dagegen setzte Stürmer Rick Hoogendorp auf die Bank und ließ Cedrick Makiadi gemeinsam mit Hanke stürmen. In der Viererkette spielte Michael Stegmayer für Hans Sarpei, der ins rechte Mittelfeld rückte.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Bayern nach 20 Minuten das Kommando und erarbeiteten sich Chancen im Minutentakt. Vor allem nach Eckbällen wurde es gefährlich. Doch VfL-Schlussmann Simon Jentzsch parierte mehrfach glänzend gegen Claudio Pizarro (30.), Lucio (30.) und Bastian Schweinsteiger (31. ). Der VfL war bis dahin so gut wie nicht vor dem Tor von Oliver Kahn aufgetaucht.

Nach einem schnellen Gegenangriff stellte Wolfsburg den Spielverlauf auf dem Kopf. Nach einem herrlichen Doppelpass mit Makiadi brauchte Hanke nur noch an Kahn vorbeizuschieben. Trainer Magath reagierte mit zwei Wechseln in der Halbzeitpause. Er brachte Ali Karimi und Roque Santa Cruz, um noch mehr Druck zu entfachen. Tatsächlich waren die Bayern fortan noch feldüberlegener, aber nicht in der Lage, sich zwingende Torchancen herauszuspielen. Der VfL indes blieb bei Kontern bis zum Schluss gefährlich, verpasste aber die frühzeitige Entscheidung.

Makiadi und Jentzsch waren die besten Wolfsburger Akteure. Bei den Bayern gefielen lediglich mit Abstrichen Bastian Schweinsteiger und Mark van Bommel.

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