Fußball
Bundesligen auch weiterhin mit je 18 Klubs

Bundesliga und 2. Bundesliga werden auch in Zukunft mit jeweils 18 Vereinen spielen. Auf einer Mitgliederversammlung der Lizenzvereine wurde eine Aufstockung mit großer Mehrheit abgelehnt.

Alles bleibt wie gehabt: Die Spielzeiten von Bundesliga und 2. Bundesliga werden auch zukünftig mit jeweils 18 Mannschaften absolviert. Die Lizenzvereine lehnten auf einer außerordentlichen Mitgiederversammlung am Mittwoch in Frankfurt/Main den Aufstockungs-Antrag von Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt ab. Von den 32 anwesenden Klubvertretern stimmten zehn dem Antrag zu, 19 lehnten ihn ab und drei enthielten sich der Stimme.

DFL gegen Aufstockung

Vor der Abstimmung hatte die Geschäftsführung der DFL Deutsche Fußball Liga Gmbh und der DFL-Vorstand den Klubs empfohlen, den Antrag der Eintracht abzulehnen. "Wir sind zum Schluss gekommen, dass die Finanzierung einer Aufstockung erhebliche Risiken in sich birgt. Es würden Mehrkosten in Höhe von 54 Mill. entstehen. Dieses Geld ist nicht aus TV-Einnahmen zu erzielen", erklärte der designierte Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, der am 1. Juli den in Ruhestand gehenden Wilfried Straub ablösen wird.

Seifert verwies zudem auf eine repräsentative Befragung, laut der sich 73 Prozent der Erstliga-Zuschauer und 70 Prozent des Zweitliga-Publikums für eine Beibehaltung der momentanen Praxis ausgesprochen hätten. "Für mich ist das Thema damit durch", meinte Ligaverbands-Chef Werner Hackmann zu dem Ergebnis der Beratungen.

Bruchhagen: "Klare Votum hat mich überrascht"

Der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen nahm die deutliche Abstimmungs-Niederlage verblüfft zur Kenntniss. "Dieses klare Votum hat mich überrascht. Ich kann nicht nachvollziehen, warum vor allem die Zweitligaklubs unseren Argumenten nicht folgen konnten. Der Vorstand der DFL hatte sich klar positioniert und hat damit offenbar Eindruck bei den Vereinen gemacht", sagte Bruchhagen und zeigte sich gleichzeitig als fairer Verlierer: "Es macht keinen Sinn, beleidigt zu sein."

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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