Bundesligist spielt nun im Uefa-Cup weiter
Werder findet in „Barça“ seinen Meister

Sie hatten vom Einzug in die Beletage des europäischen Fußballs geträumt, vom ganz großen Coup im Nou Camp gegen die Starensemble aus Barcelona. Doch aus der erhofften Sternstunde wurde für den SV Werder eine schmerzliche Lernstunde: Der Titelverteidiger bereitete den Bremern im „Endspiel“ um den Einzug ins angepeilte Achtelfinale der Champions League schon ganz früh ein bitteres Erwachen.

HB BARCELONA. Der eine Halbzeit wie entfesselt auftrumpfende Topfavorit ließ dem Bundesliga-Tabellenführer am Dienstagabend beim 2:0 (2:0) keine Chance und hält damit Kurs auf den erneuten Gewinn der Königsklasse des europäischen Fußballs. Die in der Vorrunde bisher so überzeugenden Bremer dürfen als Dritte der so genannten Todesgruppe A aber immerhin noch im Uefa-Pokal-Wettbewerb weiterspielen.

Vor 98 700 Zuschauern im ausverkauften Camp Nou sorgten Superstar Ronaldinho (13. Minute) und Eidur Gudjohnsen (18.) mit ihren frühen Toren dafür, dass Werders Traum von der dritten Teilnahme in Serie an der Top-16-Runde praktisch schon in der Anfangsphase platzte. „Barça“ blieb auch im 17. Meisterliga-Heimspiel hintereinander unbesiegt.

„Wir sind nicht so ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgenommen hatten. Wir waren nicht so präsent, wie wir dazu in der Lage sind“, monierte Werders Trainer Thomas Schaaf. Hinzu seien Fehler gekommen. „Beim ersten Gegentor darf der Ball nicht unter der Mauer durchgehen." Und beim 0:2 habe man das Spiel über die Flügel zu Stande kommen lassen, das die Spanier mögen. „Deshalb gratulieren wir Barcelona, sie sind verdient weitergekommen, dennoch haben wir insgesamt in dieser Champions-League-Saison unsere Fans begeistert“, sagte Schaaf.

Früher Schock für Werder

Die Bremer gingen das Unternehmen Achtelfinal-Qualifikation, die laut Clubchef Jürgen L. Born angesichts der Gruppen-Rivalen „Barca“ und FC Chelsea dem „achten Weltwunder“ gleichkomme, wie angekündigt mit offensiver Aufstellung an. Doch vom Anpfiff an sahen sie sich stürmischen Angriffen der Katalanen, deren Hochgeschwindigkeits-Fußball sie anfangs nichts entgegenzusetzen hatten, gegenüber.

Ludovic Giulys Schuss (10.) von der Strafraumgrenze konnte Tim Wiese noch reaktionsschnell abwehren. Drei Minuten später war der Torhüter aber machtlos, als Ronaldinho einen Freistoß aus 18 Metern unter der hochspringenden Bremer Abwehrmauer hindurch in die Maschen schob.

Dieser frühe Schock saß - und „Barcas“ nächste Chance auch. Der stark aufspielende Superstar Ronaldinho setzte Giuly per Traumpass gekonnt in Szene und Gudjohnsen vollendete dessen Maßflanke zum 2:0.

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