Bundestrainer fordert im Hinblick auf die WM noch mehr Fitness
„Klinsi“ schickt Nationalkicker zum Zahnarzt

Jürgen Klinsmann überlässt auf dem Weg zur Weltmeistertitel nichts dem Zufall. Deshalb schickt er die deutschen Fußball-Nationalspieler mit drei Überraschungen und der Aufforderung zu noch intensiverer Arbeit in den Urlaub.

HB LEIPZIG. "Wenn einer glaubt, es reicht, zu uns zu kommen und nur seine Arbeit zu machen, dann muss man klar sagen: Das wird nicht reichen", sagte der Bundestrainer in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Vor der Abreise aus Leipzig nach dem Spiel um Platz drei beim Confederations Cup am Mittwochabend in Leipzig gegen Mexiko erhalten die 22 Akteure noch jeweils ein Handbuch der Fitness-Trainer für individuelle körperliche Basisübungen. Dazu kommen zwei Broschüren mit einer detaillierten Auflistung ihrer Fitness-Werte und Defizite, berichtete die "Sport Bild". Um Krankheitsfälle bei der WM zu vermeiden, werden zudem alle WM-Kandidaten zu Beginn des kommenden Jahres zum Zahnarzt geschickt. "Man sieht: Es wird nichts ausgelassen. Manche Muskelverletzungen haben ja mit Zahnproblemen zu tun", kommentierte Kapitän Michael Ballack diese Maßnahme.

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Klinsmann erwartet von den Spielern in den kommenden elf Monaten bis zum WM-Eröffnungsspiel intensive Zusatzschichten im Verein und insbesondere Fortschritte bei der Fitness. Diese will er bei zwei weiteren Leistungstest im kommenden Oktober und im März 2006 erneut überprüfen. "Wenn dann einer im Vergleich zu heute nur auf dem gleichen Level oder sogar darunter liegt, dann hat er Schwierigkeiten." Der Maßstab für die WM-Kandidaten sei nicht die Bundesliga, sondern Weltklassespieler wie der Franzose Claude Makelele, die Brasilianer Emerson und Adriano oder der argentinische Torjäger Hernan Crespo, der beim Confed-Cup fehlte.

Dem 20-jährigen Hannoveraner Per Mertesacker attestierte Klinsmann im FAZ-Interview einen "rasanten Reifeprozess". Er traut ihm zu, bei der WM die Defensive zu führen. "Irgendwann wird er so dominant sein, dass er die gesamte Abwehr rausschieben wird."

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