Bundeswehr stellt Kontingent: 2 000 Soldaten sollen für WM-Sicherheit sorgen

Bundeswehr stellt Kontingent
2 000 Soldaten sollen für WM-Sicherheit sorgen

Die Bundeswehr wird bei der Endrunde der Weltmeisterschaft in Deutschland 2000 Soldaten einsetzen. Rund 100 "Unterstützungsleistungen" sind im Zusammenhang mit der WM vorgesehen.

2 000 Soldaten der Bundeswehr werden bei der Endrunde der Weltmeisterschaft in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) im Einsatz sein. Einen entsprechenden Bericht hat das Verteidigungsministerium dem Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages vorgelegt.

Rund 100 "Unterstützungsleistungen"

Demnach sind rund 100 "Unterstützungsleistungen" im Zusammenhang mit der WM vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa fünf Mill. Euro, von denen Bund und Länder 1,4 Mill. Euro übernehmen sollen. Im Spielort Kaiserslautern ist der Betrieb eines Rettungszentrums durch die Bundeswehr geplant. Zudem werden auf Anforderungen der Bundesländer Abwehreinheiten für den Fall von Angriffen mit atomaren, biologischen oder chemischen Waffen bereitgestellt.

Der Einsatz von zwei Großhubschraubern ist vorgesehen, 5 900 Polizisten sollen in 40 Kasernen der Bundeswehr übernachten können und die Beamten zudem mit 150 000 Mahlzeiten versorgt werden. Am Flughafen Stuttgart wird ein mobiler Tower eingerichtet.

Die Verteidigungsexpertin Birgit Homburger von der FDP forderte eine Übernahme der anfallenden Kosten durch den Fußball-Weltverband Fifa. Bei der WM handele es sich um eine kommerzielle Veranstaltung. Es könne nicht sein, dass die Fifa durch die Bundeswehr subventioniert werde, erklärte Homburger.

In dem Papier des Verteidigungsministeriums werden die Maßnahmen als rechtlich unbedenklich bezeichnet. Es handele sich um "technische Amtshilfe". Die Soldaten würden keine Stadien bewachen und mit "Zwangbefugnissen gegenüber Dritten" ausgestattet werden, heißt es. Innenminister Wolfgang Schäuble hatte einen Einsatz von Bundeswehr-Soldaten für Polizeiaufgaben zur Unterstützung der Polizeibehörden ins Gespräch gebracht, Verteidigungsminister Franz-Josef Jung hatte dies jedoch kategorisch ausgeschlossen.

© SID

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