Bundesweite Aktionen in Vorbereitung
Null Toleranz

Eberhard Haake, Deutschlands oberster Schwarzarbeit-Bekämpfer, kündigt "intensive Kontrollen" während der Fußball-Weltmeisterschaft an.
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DÜSSELDORF. Wenn am 9. Juni die Fußball-WM in Deutschland angepfiffen wird, hoffen nicht nur Millionen Fußballfans auf Erfolge, sondern auch die deutsche Wirtschaft. Experten rechnen mit steigenden Umsätzen und tausenden von neuen Kurzzeit-Jobs, vor allem im Dienstleistungsbereich. Experten befürchten auch eine Zunahme der Schwarzarbeit. Eberhard Haake, Chef der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) prophezeit, das sportliche Großereignis "könnte viele Unternehmen verführen, Mitarbeiter schwarz zu beschäftigen". Seine Warnung: "Die Weltmeisterschaft wird unsere Toleranzschwelle nicht senken - im Gegenteil."

Die 6000 Mitarbeiter starke Task-Force von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück bereitet bundesweite Kontrollen in einer Reihe von Branchen vor, so etwa im Taxi- und Busgewerbe, der Gastronomie und im Hotelbereich.

Dass es problematisch sein kann, uniformierte FKS-Ermittler zu Razzien zu schicken, während die ganze Welt auf Deutschland schaut, ist Haake wohl bewusst: "Wir werden mit großer Sensibilität vorgehen."

Schätzungen zufolge wird in Deutschland jeden Tag rund eine Milliarde Euro in der Schattenwirtschaft umgesetzt.

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