BVB-Feeling in Liverpool
Klopp: Episode II – Angriff der Klonkrieger

Kulttrainer Jürgen Klopp erobert mit den Roten aus Liverpool als erster deutscher Coach die Tabellenführung. Viel schneller als mit Borussia Dortmund. Wie Kloppo den BVB klont und dafür von allen gefeiert wird.
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DüsseldorfLaufen bis zum Umfallen, schnell den Ball erobern und rasant nach vorne spielen – mit diesen Eigenschaften wurde Borussia Dortmund zum größten Rivalen des FC Bayern München in der Bundesliga. Zwei Mal sprang der Meistertitel dabei heraus – und fast sogar der Gewinn der Champions League.

Mit den gleichen Tugenden erobert nun Klopps neuer Verein, der FC Liverpool, die Spitze der Premier League. Sehr zur Freude des Trainers, der sein Spielsystem offenbar perfektioniert hat: Der Champagner-Fußball seiner "Ballermänner" berausche Klopp sichtlich, beobachtete der Sportinformationsdienst (SID). Öffentlich zugeben mag der 49-Jährige dies allerdings nicht.

Ähnlich wie in Dortmund hat Klopp in der Premier League einige Klubs vor sich, die – auf höchstem Niveau - wesentlich finanzstärker sind: der FC Chelsea, Manchester City und Manchester United. Der deutsche Trainer besitzt in Liverpool weder die wertvollsten Spieler der Liga, noch kann er das meiste Geld für den Kader ausgeben. Doch er lässt – wie einst im Revier – den spektakulärsten Fußball spielen. Sechs Tore fielen im letzten Ligaspiel. Kein Einzelfall.

Nationalspieler Emre Can, Stammspieler unter Klopp in Liverpool, bestätigt die Entwicklung. „Die Vorbereitung auf die Saison war sehr hart”, sagt der deutsche Nationalspieler. „Klopp gab als Ziel aus, das fitteste Team in der Premier League zu sein.” Die Statistiken der aktuellen Saison bestätigten das nun. Liverpool spielt demnach den intensivsten Fußball. So wie Dortmund zu Kloppos Zeiten.

Natürlich komme dem Team entgegen, so Can, dass sie seltener ran müssen als die großen Konkurrenten. Denn Klopp hat sich in seiner ersten Saison – trotz Finalteilnahme in der Europa League – für keinen europäischen Wettbewerb qualifiziert. Liverpool wurde nur Achter, doch dadurch haben seine Spieler nun mehr Zeit, sich von den intensiven Begegnungen zu erholen.

Can glaubt zwar nicht, dass sich dies bereits zu Beginn der Spielzeit auswirkt. „Aber am Ende der Saison kann es ein Vorteil sein”, sagt er und fügt dem Satz ein „Yeah“ hinzu. Sein Trainer stapelt indes – wie üblich – tief: „Wir bleiben cool“, sagt Klopp. Auch dies ein Markenzeichen seiner Dortmunder Zeit - genauso wie sein Humor und sein Lachen, mit dem er regelmäßig die englische Presse einwickelt.

Das Team nehme die Dinge, wie sie sind, so Klopp. „Wir spielen unseren besten Fußball und gewinnen Spiele. Das ist das einzige, was wir tun können.“ Als „The Normal One“ hatte sich Klopp nach seiner Vorstellung im Oktober 2015 selbst bezeichnet. Diesem Rufnamen versucht er, wo es geht, gerecht zu werden.

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„Klopp ist fantastisch“

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