Champions League
Bayern und Hoeneß jubeln über zehntes Halbfinale

Ein Unentschieden in Lissabon reichte dem Favoriten: Der FC Bayern hat das Halbfinale der Champions League erreicht - zum fünften Mal nacheinander. Von der Tribüne aus freute sich Uli Hoeneß mit den Profis.

LissabonEin effizienter FC Bayern ist zum fünften Mal nacheinander ins Halbfinale der Champions League marschiert. Eine Woche nach dem 1:0 in München reichte dem deutschen Fußball-Rekordmeister am Mittwochabend beim 2:2 (1:1) ein Remis im zweiten Viertelfinal-Duell mit Benfica Lissabon.

Hinspiel-Matchwinner Arturo Vidal (38. Minute) und Thomas Müller (52.) mit seinem achten Treffer im laufenden Wettbewerb ließen den überraschenden Rückstand durch Raúl Jiménez (27. Minute) vergessen. Der Mexikaner hatte Welttorhüter Manuel Neuer beim 1:0 schlecht aussehen lassen - und nicht nur beim erstmals seit zwei Jahren wieder mitgereisten Ex-Präsidenten Uli Hoeneß für eine Schrecksekunde gesorgt.

Nach dem 2:2 von Talisca (76.) keimte bei den Gastgebern noch einmal Hoffnung auf - doch Benfica hätte dann noch zweimal treffen müssen. Auf dem angepeilten Weg ins Endspiel am 28. Mai in Mailand stehen die Münchner um den starken Rekordmann Philipp Lahm bei ihrer 19. Teilnahme in Europas Eliteliga zum zehnten Mal unter den letzten Vier. Gespannt wird das Star-Ensemble von Trainer Pep Guardiola, der auch in seiner insgesamt siebten Königsklassen-Saison wieder ins Semifinale einzog, am Freitag zur Auslosung nach Nyon blicken.

„Großes Kompliment an die Spieler“, lobte Guardiola und meinte dann: „Es tut mir leid für die Leute - aber wir sind da!“ Zum fünften Mal im Halbfinale, das ist „sehr, sehr gut“. Auch Matthias Sammer war glücklich. „Ich glaube, dass wir gegen eine gute Mannschaft einen Tick besser waren“, sagte Bayerns Sportvorstand und freute sich für den Torschützen Vidal: „Arturo ist jetzt richtig angekommen.“ Auch in den schwierigen Situationen sei seine Mannschaft „ruhig geblieben“.

Die Bayern waren vor rund 65.000 Zuschauern im Estadio da Luz gegen die heißblütigen Portugiesen zunächst auf Kontrolle bedacht. In ihrem 4-1-4-1-System blieben die Münchner wie gewohnt variabel, erspielten sich gegen die heimstarken und taktisch disziplinierten Gastgeber Feldvorteile.

Doch zunächst sprangen keine Chancen heraus. Guardiola ließ seinen Top-Torjäger Robert Lewandowski bis zur 83. Minute auf der Bank - doch dann durfte der Pole sein Jubiläum mit dem 50. Champions-League-Spiel doch noch feiern.

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Doch dann kam Benfica

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