Champions League
Bittere Pleite für Ausgabenkönig Manchester City

Der VfL Wolfsburg startet in der Königsklasse mit einem Sieg, Gladbach wie erwartet mit einer Niederlage. Besonders bedröppelt stehen die Engländer da, die hunderte Millionen Euro in neue Spieler investiert haben.

DüsseldorfDie besten Spieler machen im Fußball den Unterschied aus. Wer die wertvollsten Kicker in den eigenen Reihen hat, wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo, besitzt die größten Chancen auf viele Titel. Auch deshalb haben der FC Barcelona und Real Madrid in den vergangenen beiden Jahren den wichtigsten Vereinswettbewerb, die Champions League, gewonnen.

Ein Star allein reicht allerdings bei weitem nicht. Die Besten brauchen ein funktionierendes Team um sich herum – und auch das ist teuer. Barcelona und Real Madrid wissen das und sind daher nicht kleinlich. Seit 2010 hat Real rund 600 Millionen Euro in neue Spieler investiert, bei Barca sind es gut 500 Millionen, wie die Sportforscher vom Schweizer Institut Cies ausgerechnet haben.

Die beiden spanischen Topklubs zählen damit zu den Top-10 der ausgabenfreudigen Vereine in Europa, was sich für Real am Dienstag mit einem klaren Sieg gegen Donezk einmal mehr auszahlte. Der FC Bayern München landet in diesem mittelfristigen Vergleich genauso wenig unter den ersten Zehn wie im aktuellen Jahr. Den Ton am Transfermarkt geben seit Jahren andere an. Dazu zählt auch Manchester United. Die Truppe von Ex-Bayern-Trainer Louis van Gaal begann gegen Eindhoven jedoch überraschend mit einer Niederlage.

Würden Ausgaben in Spieler allein über den Titel entscheiden, dann wäre Manchester City der haushohe Favorit auf den Titel der Champions League. Denn der von Scheichs finanzierte Klub hat seit 2010 für fast 800 Millionen Euro neue Spieler gekauft. Allein 230 Millionen Euro waren es in diesem Sommer. Doch im ersten Spiel gegen den Vorjahresfinalisten Juventus Turin zahlte sich das noch nicht aus: Die Engländer verloren 1:2.

Der Königstransfer von Manchester City, der Wolfsburger Kevin De Bruyne, kostete knapp 80 Millionen Euro. Und für den erst 20 Jahre alten englischen Wunderstürmer Raheem Sterling gaben sie gut 60 Millionen Euro aus. Ob sie damit in der Champions League endlich einmal weit kommen? Bisher reichte all dieser Aufwand nur für nationale Erfolge in England.

Die Erfahrung im Fußball zeigt, dass erstklassige Mannschaften reifen müssen. Erst wenn die Abläufe perfekt sitzen, die Stars verletzungsfrei sind und ihre Topleistung abrufen können, ist der große Coup oft erst drin. Niederlagen gehören genauso dazu wie der richtige Trainer. Schon länger halten sich daher Spekulationen, dass Bayern-Coach Pep Guardiola von Manchester City umworben wird.

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Was Manchester City noch fehlt

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Dabeisein bringt Millionen

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