Champions-League
Böses Blut vor dem „Battle of Britain"

Nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus in der vergangenen Saison der Champions League startet der englische Traditionsverein Manchester United diesmal ausgerechnet mit dem "Battle of Britain" gegen Celtic Glasgow in den Wettbewerb.

"Niemand mag schlechte Erinnerungen. Aber meine Jungs wollen zeigen, dass sie es besser können. Im letzten Jahr haben wir einfach zu wenige Tore geschossen. Das wird in diesem Jahr anders, das kann ich versichern", sagte Manchesters Teammanager Sir Alex Ferguson vor der Partie gegen seine Landsleute, in der er wieder auf die zuletzt gesperrten Stars Wayne Rooney und Paul Scholes zurückgreifen kann.

"Sie sind extrem heiß auf das Spiel. Sie waren zuletzt ganz und gar nicht glücklich und werden erst wieder zufrieden sein, wenn sie gespielt haben", erklärte Ferguson. Für zusätzliche Brisanz vor dem Duell zwischen dem englischen und dem schottischen Tabellenführer sorgt die Antipathie zwischen Ferguson und Glasgows Coach Gordon Strachan. Ferguson bezeichnete Strachan vor Jahren als "miesen Spieler" und als Person, der "man nicht vertrauen kann".

Van Nistelrooy Liebling der Real-Fans

Großes Vertrauen schenken dagegen die Anhänger von Real Madrid einem Ex-Profi von United. Ruud van Nistelrooy hat beim zurückliegenden 4:1-Erfolg in der Primera Division bei UD Levante drei Treffer erzielt und machte den Spaniern vor der Reise nach Frankreich zu Olympique Lyon Mut. "Es wird zwar schwer in Lyon, aber wenn wir so wie gegen Levante spielen, werden wir ganz sicher mit einem Sieg im Gepäck nach Hause fahren", meinte der Niederländer selbstbewusst.

Die ansteigende Form Reals lässt bei Lyons Spielmacher Juninho deshalb auch gleich die Alarmglocken läuten. "Wir müssen sehr vorsichtig sein. Es wird sicher nicht so einfach wie im vergangenen Jahr. Madrid hat unter dem neuen Trainer Fabio Capello sehr viel verändert. Er hat der Mannschaft eine ganz andere Mentalität beigebracht", erklärte der Brasilianer vor der vom Ergoldinger Wolfgang Stark geleiteten Partie.

Milan steht unter Beobachtung

Neben den Spielen in Manchester und Lyon steht der Auftritt des 17-maligen italienischen Champions AC Mailand gegen den griechischen Vizemeister AEK Athen im Mittelpunkt des Interesses. Dabei geht es in erster Linie nicht um den sportlichen Reiz, sondern um die umstrittene Teilnahme der in den italienischen Manipulationsskandal verwickelten Lombarden am Wettbewerb.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) ließ die Mailänder nur an den Start gehen, weil keine rechtliche Grundlage für einen Ausschluss vorhanden war. Die Uefa erklärte aber gleichzeitig, dass die Italiener unter strenger Beobachtung stehen.

Unter einem noch ungünstigeren Stern steht die Partie von Ex-Champion FC Porto gegen Zska Moskau. Ein Sieg Portos könnte bedeutungslos sein, denn bereits am Donnerstag will der Weltverband Fifa entscheiden, ob portugiesische Teams aus den internationalen Wettbewerben verbannt werden.

Hintergrund ist der Rechtsstreit um den Zwangsabstieg des portugiesischen Erstligisten Gil Vicente. Vicente hatte vor einem Zivilgericht Klage gegen seine Zwangsversetzung eingereicht und damit den Spielplan in der Superliga durcheinander gebracht, da Belenenses Lissabon, das durch den Abstieg Vicentes den Klassenerhalt geschafft hatte, vorerst keine Begegnungen absolvieren darf.

© SID

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