Champions League: Dortmund zittert sich nach Wembley

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Dortmund zittert sich nach Wembley

Borussia Dortmund hat nach 16 Jahren wieder die Chance auf die Champions-League-Krone. Weil der BVB seine Chancen nicht nutzte, und Real nie aufsteckte, wurde das Halbfinale jedoch zu einer regelrechten Zitterpartie.
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MadridJürgen Klopp klopfte sich auf die Brust und formte die Finger zum Victory-Zeichen, die Dortmunder Spieler fielen sich erleichtert in die Arme. Nach einer hochdramatischen Schlussphase hatte Borussia Dortmund den Sturmlauf von Real Madrid mit viel Glück überstanden und den Traum von Wembley wahr gemacht. Der BVB zitterte sich zu einem 0:2 (0:0) im Halbfinal-Rückspiel der Champions League beim spanischen Rekordmeister und ebnete damit den Weg zum deutschen Traumfinale in London.

Eine Niederlage, die sich wie ein großer Sieg anfühlte, denn nach dem 4:1 im Hinspiel war der zweite Finaleinzug seit dem Triumph von 1997 perfekt. In Wembley winkt am 25. Mai nun gar das erste deutsche Finale in der Königsklasse, so denn der FC Bayern München am Mittwoch beim zweiten Akt der deutsch-spanischen Festspiele beim FC Barcelona sein 4:0-Polster nicht mehr verspielt.

„Das ist außergewöhnlich, großartig. Nach hinten raus wurde es ein bisschen eng, aber es gibt Borussia Dortmund nur 'all inclusive'. Da ist alles dabei. Die 97er sind glücklicher ins Endspiel gekommen. Wir haben insgesamt 4:3 gewonnen und sind deshalb verdient ins Finale gekommen“, sagte Klopp und Großkreutz ergänzte: „Real hat richtig Druck gemacht, es wurde ganz schön spannend. Aber wir haben so eine geile Truppe. Das ist so ein geiler Verein. Wir haben es einfach verdient. Das kann man genießen.“ Real-Startrainer Jose Mourinho war dagegen enttäuscht: „Ich muss die Mannschaft loben. Sie hat ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Gleichzeitig kritisierte Mourinho, dass Mats Hummels nicht vom Platz gestellt worden war.

Vor 69.429 Zuschauern im Estadio Santiago Bernabéu, darunter 8000 Dortmunder Anhänger, musste der BVB aber einige brenzlige Situationen überstehen, ehe unter den Augen des spanischen Königs Juan Carlos und von Bundestrainer Joachim Löw auf der Ehrentribüne der Final-Einzug besiegelt war. Denn nach den späten Toren von Karim Benzema (83. Minute) und Sergio Ramos (88.) drehte Madrid noch einmal mächtig auf.

Seit Tagen hatten die „Königlichen“ ihre Fans eingeschworen und große Europacup-Schlachten aus den 70er- und 80er-Jahren in Erinnerung gerufen, als hohe Hinspiel-Niederlagen wie beim 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach im Dezember 1985 (Hinspiel: 1:5) noch umgebogen worden waren. Und entsprechend ging es auch los in der Fußball-Kathedrale von Madrid. Angefeuert von den heißblütigen Fans setzte die Mannschaft von Mourinho den angekündigten Sturmlauf in die Tat um.

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Fulminante Schlussphase

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