Champions League
Endspiel um den 20-Millionen-Jackpot

Borussia Mönchengladbach kann heute schon die Saison vergolden. Gegen Young Boys Bern reicht ein Unentschieden, um sicher in die Champions League einziehen. Sportlich wie wirtschaftlich wäre das wie ein Lottogewinn.

DüsseldorfZwei wichtige Spiele hat Borussia Mönchengladbach in dieser Saison schon gewonnen: In Bern besiegte die Fohlenelf den Schweizer Vizemeister und im DFB-Pokal marschierte die Fohlenelf in die nächste Runde. Das dritte Pflichtspiel heute im heimischen Borussia-Park ist jedoch das wichtigste: Es entscheidet über Erfolg und Misserfolg der Saison. Denn es geht um den Jackpot, den der Fußballverband UEFA an jeden Teilnehmer der Champions League ausschüttet.

Die Fohlenelf kann mindestens mit 20 Millionen Euro rechnen, vielleicht sogar 30 Millionen, wenn das Team mindestens Unentschieden gegen die Young Boys Bern spielt. Das Hinspiel in der Vorwoche hatten die Gladbacher in der Schweiz 3:1 für sich entschieden. Das ist eine perfekte Ausgangsposition, aber auch eine gefährliche.

Das wissen die Gladbacher aus eigener Erfahrung. 2012 verloren sie ihr Heimspiel in den Playoffs zur Champions League gegen Dynamo Kiew mit 1:3. Obwohl sie auswärts im Rückspiel 2:1 siegten, reichte das nicht für die Wende. Solch eine Zitterpartie wollen sie sich natürlich ersparen. „Bern wird noch mal nach dem letzten Strohhalm greifen wollen und alles dafür tun, das Blatt noch zu wenden”, glaubt Kapitän Lars Stindl.

Die Voraussetzungen vor dem Spiel sind sogar besser als in der Vorwoche. Torwart Yann Sommer hatte im Hinspiel eine Verletzung am Sprunggelenk noch nicht ganz auskuriert. Auf dem Berner Kunstrasen spürte er das und war daher im Pokalspiel am Samstag bei der SV Drochtersen/Assel geschont worden.

Doch nun fühlt er sich wieder fit: „Nach dem Spiel in Bern hat mein Fuß eine kleine Reaktion gezeigt. Aber jetzt ist alles wieder gut und ich bin bereit”, sagte der Keeper. Ansonsten hat Trainer André Schubert die Qual der Wahl. Spieler wie Millioneneinkauf Jannik Vestergaard, Patrick Herrmann oder André Hahn, die in Bern allesamt auf der Bank saßen, hoffen auf einen Einsatz in der Startelf.

Der Gegner aus der Schweiz hat dagegen größere Probleme: Neben einigen verletzten Spielern ist auch Torjäger Guillaume Hoarau angeschlagen. Kein Wunder also, dass Sportdirektor Max Eberl nun sagt: „Jetzt wollen wir gegen Bern vergolden, was wir uns erarbeitet haben.”

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