Champions League
Fahrlässige Bayern verschenken Sieg in Rom

Der FC Bayern München hat seine erste Niederlage seit neun Pflichtspielen kassiert, aber das erste Etappenziel in der Champions League erreicht: Der Gruppensieg ist dem deutschen Rekordmeister nicht mehr zu nehmen. Doch Trainer Louis van Gaal war angesichts der Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit alles andere als in Feierlaune.

HB ROM. Die in der Bundesliga schwächelnden Bayern verspielten beim italienischen Vizemeister AS Rom auf geradezu fahrlässige Art und Weise eine 2:0-Führung, sind aber trotz der 2:3 (2:0)-Niederlage dank des 2:0-Hinspielsiegs gegen die Roma und dem daraus resultierenden Vorteil im direkten Vergleich der beiden Teams Gruppensieger. Damit gehen sie im Achtelfinale den ganz schweren Brocken aus dem Weg. Nach zuvor vier Siegen verpasste der deutsche Rekordmeister allerdings zugleich einen neuen Startrekord.

Mario Gomez mit seinen Treffern in der 33. und 39. Minute hatte die Bayern mit 2:0 in Führung geschossen. Marco Borriello (49.), Daniele de Rossi (81.) und der eingewechselte Francesco Totti (84./Foulelfmeter) drehten aber das Blatt und verhinderten mit ihren Toren, dass die Bayern als erste deutsche Mannschaft sechs Siege in sechs Vorrundenspielen schaffen können. Zum Abschluss der Gruppenphase trifft der deutsche Meister am 8. Dezember zu Hause auf den FC Basel.

„Nach dem Gegentor gerieten wir unter Druck“, gab Bayern-Kapitän Philipp Lahm zu, „aber wir sind Erster und das war unser Ziel. Nach der 2:0-Führung muss man natürlich auch hier punkten.“ Trainer Louis van Gaal wirkte zunächst ernüchtert und fassungslos nach der verschenkten Führung. „Nach dem 2:0 haben wir die Partie wieder weggegeben wie in Gladbach und Leverkusen. Das ist unglaublich, weil wir so dominant gespielt haben“, analysierte van Gaal, „in der zweiten Halbzeit war vielleicht die Konzentration weg. Eine Niederlage ist nicht gut fürs Selbstvertrauen.“

Bayern dank direktem Vergleich vorne

Franck Ribéry, der vor dem Match mit seiner öffentlichen Kritik an seinem Trainer Louis van Gaal für reichlich Wirbel gesorgt hatte, durfte nach einer Aussprache mit dem Coach erstmals seit dem 21. September wieder von Beginn an ran. Sein Feingeist benötige nach der Sprunggelenksverletzung wieder Spielpraxis, sagte van Gaal und verriet nach dem Versöhnungsgespräch der beiden: „Es war Liebe auf den ersten Blick.“ Wesentlich überraschender kam das Pflichtspieldebüt von Ersatzkeeper Thomas Kraft, der bisher nur beim Supercup-Triumph der Münchner gegen Schalke sein Talent andeuten durfte.

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