Champions League
FC Bayern entzaubert Juve

Dem FC Bayern München ist eindrucksvoll die Revanche gegen den europäischen Spitzenklub Juventus Turin gelungen. Nach zwei 0:1-Niederlagen in der vergangenen Champions-League-Saison besiegte das Team von Trainer Felix Magath die italienische Elf gestern Abend in der mit 66 000 Zuschauern ausverkauften Allianz-Arena mit 2:1 (2:0).

MÜNCHEN. Die Tore in dem erstklassigem Spiel schossen Sebastian Deisler (32. Minute), Martin Demichelis (39.) und Zlatan Ibrahimovic (90.). Damit haben die Bayern zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder gegen einen italienischen Erstligisten gewonnen. Zuletzt gelang ihnen das in der Saison 1989/1990 mit einem 2:1 gegen AC Mailand. Durch den Sieg gegen Juventus führen die Münchener nun die Gruppe A der Champions League mit neun Punkten vor Juve an. Der Einzug ins Achtelfinale ist ihnen damit kaum noch zu nehmen.

Eigentlich beherrschen die Turiner den Catenaccio – den Defensivfußball – perfekt, sie sind traditionell verliebt in Sicherheitsfußball. Doch gestern ging die Taktik von Trainer Fabio Capello nicht auf. Die Turiner hielten sich zwar zunächst vornehm zurück und bauten darauf, mit ihrer vermeintlich starken Defensive die Bayern zu zermürben. Dennoch kamen die Münchener schon bald zu ersten Chancen, denn sie begannen aggressiv und fast jeder einzelne Spieler ging wie von Magath gefordert an seine Leistungsgrenze: Kopfball Roque Santa Cruz nach Flanke von Lizarazu – knapp drüber (3.); Volleyschuss von Roy Makaay – knapp vorbei (4.); Freistoß von Ballack aus 20 Metern – Torwart Abbiati klärte mit Faustabwehr (9.).

Die Bayern hatten das Spiel im Griff. Sie verteidigten genauso aggressiv wie sie druckvoll nach vorne spielten. Von dem Starensemble aus Turin dagegen war zunächst nicht viel zu sehen. Doch wie es so oft im Fußball ist – die ersten Angriffsbemühungen der Magath-Elf waren erfolglos und plötzlich tauchten die Turiner gefährlich vor dem Tor auf: Der Franzose Trezeguet leitete einen langen Ball auf Pavel Nedved ´per Kopf weiter und der schoss aus etwa 20 Metern knapp am Tor vorbei (21.).

Doch das sollte fast die einzige Torchance der Turiner in der ersten Hälfte bleiben – kurz vor Ende der 1. Halbzeit schoss Mauro Camoranesi noch einmal knapp über’s Tor. Die Bayern dagegen drückten weiter aufs Tempo und erspielten sich erstklassige Chance. In der 25. Minute riss Lilian Thuram Santa Cruz vor dem Strafraum um, den harten Freistoß von Roy Makaay konnte Abbiati nicht festhalten und beinahe hätte Demichelis den Ball noch im Tor untergebracht. Dann das hoch verdiente Führungstor: Sebastian Deisler fasste sich ein Herz und schoss aus halbrechter Position aufs Tor. Abbiati hatte wohl mit einer Flanke gerechnet, doch der Ball drehte sich direkt auf ihn zu, knallte ihm an den Oberschenkel und schlug im Tor ein.

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