Champions League Halbfinale: Bayern demütigt Barca – Wembley ist ganz nah

Champions League Halbfinale
Bayern demütigt Barca – Wembley ist ganz nah

Was für ein Auftritt! Der FC Bayern hat der Hoeneß-Affäre getrotzt, in einer magischen Nacht seine ganze Klasse gezeigt und Barcelona regelrecht abgeschossen. Das Final-Ticket ist den Münchnern kaum noch zu nehmen.
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MünchenGigantisch FC Bayern! Nach einem der größten Auftritte in der Champions League gegen Lionel Messi und den FC Barcelona ist steht der deutsche Fußball-Primus mit weit mehr als nur einem Bein im Finale am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion. Beim 4:0 (1:0) im Halbfinal-Hinspiel sorgten Thomas Müller (25./82.), Mario Gomez (49.) und Arjen Robben (73.) am Dienstag für die erhoffte magische Nacht - und für ein fröhliches Gesicht ihres in der Steueraffäre steckenden Präsidenten Uli Hoeneß auf der Tribüne.

Für die Münchner bedeutet der im Stile eines Champions herausgespielte Erfolg am Tag der Bekanntgabe der Verpflichtung von Mario Götze einen fast schon sicheren Vorsprung. Auf dem Weg nach Wembley muss der deutsche Meister jetzt nur noch das heiße Rückspiel im Camp Nou-Stadion von Barcelona in einer Woche meistern.

Nach turbulenten Tagen mit dem Sensationstransfer von Dortmunds Götze und der Hoeneß-Steueraffäre stand endlich wieder das Kerngeschäft im Fokus. In einer taktischen Klasse-Partie ließen die Münchner nur ansatzweise Chancen zu, dämmten die Gefahr durch Messi mustergültig ein und dominierten das Duell des künftigen mit dem ehemaligen Team von Trainer Pep Guardiola. Trotz der Jahresserie von 19 Siegen und nur einer Niederlage werden die Münchner alles tun, damit es sie nicht wie den AC Mailand trifft. Gegen die Italiener holte Barcelona im Achtelfinale ein 0:2 auf - aber vier Tore gegen diese Bayern scheinen auch für die Katalanen unmöglich.

Die Situation um Hoeneß sei in seiner „Mannschaft überhaupt kein Thema“, erklärte Bayern-Coach Jupp Heynckes beim Pay-TV-Sender Sky vor der Partie. Und die Münchner legten los, als ob alle Nebengeräusche mit Anpfiff verstummt wären. Eingeleitet durch einen feinen Hackenpass vom bärenstarken Spanier Xavi Martínez tauchte Robben nach nur 98 Sekunden vollkommen frei vor Victor Valdes auf, scheiterte aber mit der Picke am Barça-Keeper.

Beiden Teams war der gegenseitige Respekt zunächst deutlich anzumerken. Bloß keine Fehler machen, hieß das Motto der anfänglichen Abtastphase. Barcelona agierte wie gewohnt mit mehr Ballbesitz - vor der Pause 62 Prozent - ohne dabei gefährlich zu sein. Zwar hatte sich Weltfußballer Messi nach einer Oberschenkelverletzung rechtzeitig fit gemeldet, konnte die Angriffsreihe neben Pedro Rodriguez und Alexis Sanchez aber längst nicht so spritzig wie sonst anführen.

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Hoeneß jubelt wie eh und je

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  • Nach wie vor kann ich mit dem FC Bayern nichts anfangen, aber was diese Mannschaft sportlich diese Saison abliefert ist allergrößten Respekt wert. Andererseits muss man jedoch kritisieren, dass man vor gerade mal zehn Tagen das "Leistungsgefälle" in der Liga zwischen Bayern/Dortmund und dem Rest bemängelt, und dann direkt die Liga weiter "leerkauft" - ich könnte mir gut vorstellen, dass Götze eine ganze Weile mal gar nicht groß zum Einsatz kommt, es soll ggf. nur verhindert werden, dass er Dortmund weiterhin zu Toren/Punkten verhilft; siehe Gomez - da war es genauso. Außerdem können ja immer nur elf Mann auf dem Platz stehen, wozu kauft man dann immer noch Top-Spieler dazu (die Bayern-Bank dürfte wohl stärker sein als die meisten BL-Vereine mit der Startelf)? Geld regiert die Welt - leider. Und die, die ohnehin bereits unendlich viel davon haben, drücken sich dann noch um die Steuern, die jeder kleine Fan im Stadion brav bezahlt. Das ist durch nichts zu entschuldigen und hier sollte man hart durchgreifen - leider kann sich Herr H. auch hier wieder mit Geld "freikaufen", vorübergehend jedenfalls. Aber nochmal - kein "Hass" auf Bayern, sondern sportlich Respekt/Hochachtung und bei allem Drumherum nachvollziehbare Kritik. Und nochwas: hier spricht kein BVB-Fan...

  • Europaauswahl? Andere Kaputtkaufen? Mal fern ab von den Gefühlsausbrüchen, sollte man doch mal die Fakten betrachten:

    FC Bayern: Alaba, Lahm, Müller, Kroos, Schweinsteiger, Badstiber und Can kommen aus der eigenen Jugendarbeit. Die meisten sind elementarer Bestandteil der aktuellen Mannschaft. Andere, wie Can, schließen auf. Außerdem spielen Ex Bayern Jugendspieler in anderen Bundesligavereinen: Ekici, Niedermeier, Hummels (kommt hoffentlich zurück), Ochs, etc.

    Dortmund? Wer kommt hier aus der eignen Jugend? Götze, Leitner, Schmelzer, Großkreutz und wenn man will Reus (obwohl der Teile seiner Jugend bei Gladbach verbracht). Außerdem hat Dortmund selbst wichtig Spieler von Buli Konkurrenten gekauft (Subotic, Gündogan, Reus, Weidenfeller)

    Also: Bayern hat mehr Eigengewächse im Verein als Dortmund und mehr deutsche Nationalspieler. Wichtige Spieler aus anderen Ländern sind keine Gladiatoren, sondern bleiben Bayern lange treu (Ribery, Robben, Pizarro, van Buyten). Auch Martinez, Dante und Shaquiri werden lange bleiben. Wo soll man auch hin, wenn bei einer der besten 10 Mannschaften der Welt spielt und diese wiederrum in der bestorganisierten Liga (meiste Zuschauer, geringstes Gefälle)?

    Also ruhig Blut ihr Hater und die Fakten besser anlysieren. Die Dortmunder haben auch gelacht als Reus sich für sie entschied. Bayern ist sicher einer der sozilasten und familiärsten BuLi Vereine (jeder verdiente Profi bleibt lange mit Bayern verbandelt als Scout oder in anderer Funktion).

  • Ich freue mich, wenn Bayern ins Endspiel kommt und drücke heute Abend Dortmund die Daumen, dass sie es den Bayern gleich tun. Und da ich als überzeugter GEZ Zahler (die Tontechniker, Kameraleute, etc. heute Abend sollen für Ihren Job am Abend, den ich vor dem Fernseher genießen werde, ordentlich bezahlt werden) im öffentlichen Fernsehen die "Gladiatoren" anfeuern werde, stelle neid-frei fest, dass Fußballer (vor allem in manchen ausländischen Ligen) maßlos überbezahlt sind. Die Schiedsrichter sollten viel mehr bekommen. Alle pöbeln auf die ein, wenn sie am Standbild mit eingezogener Linie Abseits erkennen können, während der Schiri aber im Bruchteil einer Sekunde entscheiden muss.
    Steuern sind Gelder, die für uns alle sind (z.B. Straßen, auf denen wir zum Stadion fahren) und ich auch mir sympathische Zeitgenossen (z.B. Michael Schumacher)kritisiere, wenn sie in die Schweiz ziehen und zum Teil Millionen spenden. Es fehlt dann dennoch hier erwirtschaftetes Geld.
    Und nun kommt Vorfreude auf heute Abend auf, wo (Zitat Laufrad, oder doch L.R.) pervers überbezahlte Gladiatoren auf "ehrliche" Malocher aus dem Pott treffen und Real zeigen, dass kein Fußballer 100 Mio Wert ist. Und dann noch Ferraris gestellt bekommt, die er zu Schrott fährt...
    Wer mich beschimpfen möchte: @Gast-Fußballfan (F.F.?)bitte.
    @Jabberwoqui: dito

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