Champions League
HSV will in Moskau Teufelskreis durchbrechen

dpa HAMBURG. Im elften Anlauf will der Hamburger SV den Teufelskreis endlich durchbrechen. Seit zehn Pflichtspielen rennt der Fußball-Bundesligist einem Sieg hinterher; nun soll Zska Moskau das Opfer Hamburger Siegeslaune werden.

Die zweite Partie des HSV in der Gruppe G der Champions League in der russischen Hauptstadt sieht Trainer Thomas Doll als Muntermacher und Motivationsbrunnen. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten platzt.“ Auch Hoffnungsträger Juan Pablo Sorin hält die Zeit für mehr als reif. „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis. Warum sollen wir uns das nicht in Moskau holen?“, fragte der 75-malige argentinische Nationalspieler. Wer sein engagiertes Debüt im HSV-Dress gegen Werder Bremen sah, wird dem Argentinier glauben.

Das langmähnige Energiebündel klagte nach seinem ersten Spiel nach über dreimonatiger Pause zwar über Muskelkater, hatte zuvor auf dem Platz trotz fehlender Deutschkenntnisse seine Nebenleute mitgerissen und heimste Anerkennung dafür ein. „Er ist ein positiver Typ. Das merken die Jungs“, sagte Verteidiger Bastian Reinhardt. „Er ist ein absoluter Weltklassespieler und eine Respektsperson. Wir werden noch viel Freude an ihm haben“, versicherte Doll.

Als der 19-Mann-Kader mit Cirrus Airlines in Hamburg Richtung russischer Hauptstadt abhob, war Zuversicht mit an Bord. „Wir haben eine große Chance, uns international zu präsentieren. Wir nehmen jedenfalls viele gute Dinge aus dem Werder-Spiel mit nach Moskau“, sagte Doll. Der 40-Jährige lobte Zska als „starke Mannschaft“ und schob dem mit drei brasilianischen Nationalspielern bestückten Team die Favoritenrolle zu.

Die Umbesetzung im HSV-Tor - Sascha Kirschstein brummt seine Sperre wegen der Roten Karte gegen Arsenal London ab - löst in Doll keine Unruhe aus. „Stefan Wächter hat gezeigt, dass wir uns auf ihn verlassen können.“ Der 28-Jährige meldete sich nach seiner Zerrung rechtzeitig zurück. Mehdi Mahdavikia, der sich im Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen eine Rote Karte einhandelte, ist in der Champions League ebenso einsatzfähig wie die anderen Bundesliga-Rotsünder Guy Demel und Collin Benjamin.

Bei Zska Moskau ging die Generalprobe für das HSV-Spiel daneben. Im Spitzenspiel der russischen Meisterschaft verlor der Spitzenreiter und Titelverteidiger gegen den unmittelbaren Verfolger Lokomotive Moskau 1:2. Damit schmolz der Vorsprung nach 21 Spieltagen auf einen Punkt zusammen. Der Mannschaft droht zudem Ungemach. Einige Nationalspieler von den Moskauer Konkurrenz bezichtigen Zska indirekt der Spielmanipulation. Es gebe auffällige Abweichungen bei Wettbüros. Vereinspräsident Jewgeni Giner wies alle Vorwürfe erbost zurück.

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