Champions League
Juve träumt vom Titel

Ein Fußball-Klub im Höhenflug – sportlich wie wirtschaftlich: Juventus Turin muss Monaco besiegen und wäre im Finale der Champions League. Nicht nur die Fans freuen sich, auch die Aktionäre. Italien im Fußballfieber.
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RomDer Torwart hat das Erfolgsgeheimnis gelüftet, einen Tag vor dem Spiel: „Zwischen uns herrscht Empathie, das ist ganz wichtig”, sagte Gianluigi Buffon, genannt „Gigi“, in einem Interview. Und weiter: „Wir kennen uns schon so lange, wir schätzen uns.” Außerhalb des Spielfelds würde er aber seine Kollegen wenig sehen, da habe er sein eigenes Leben, meinte der 39jährige, der auch Nationaltorwart ist.

Zum Seelenzustand kommt noch die Fußballtechnik als Erklärung: „Es gibt in Europa keine bessere Verteidigung als wir sie haben“, so Buffon. Von wegen einfach zumachen so wie früher. „Beim Hin- und auch beim Rückspiel gegen Barcelona haben wir nie Catenaccio gespielt.” Catenaccio, das war die italienische Unart, vor dem eigenen Tor zu stehen statt nach vorne zu spielen.

Wehmütig äußerte sich Andrea Pirlo, der große Star im Ruhestand: „Juve ist die stärkste Mannschaft in Italien. Wie fehlt mir doch die Campions League!“ Und der deutsche Weltmeister Sami Khedira meinte über den Erfolg seines Teams: „Extreme Erfolge, große Spieler, eine riesige Tradition. Aktuell stehen wir für harte Arbeit und auch für Erfolg.“ Wegen einer Sperre ist er im Hinspiel nicht dabei.

Wenn Juventus Turin um 20.45 Uhr gegen die Monegassen im Halbfinale der Champions League antritt, ist ganz Italien im Fieber. Denn wie bei Bayern München sind die Juve-Fans nicht nur in Turin zu finden, sondern im ganzen Land, vor allem im Süden. Wenn die „Alte Dame“ gewinnt und im Finale dann auch noch, hätten sie endlich die Champions League gewonnen, den wichtigsten Titel im Klub-Fußball.

Nicht nur das: Auch das Triple ist zum Greifen nahe. Zuhause in Italien, in der Serie A, kann den Turinern keiner mehr die Meisterschaft verwehren, es wäre der sechste Titel in Folge. Fehlt nur noch das Cup-Finale gegen Lazio Rom, aber das müsste bei so viel Selbstvertrauen auch noch klappen. Der 1897 gegründete Verein ist auf Höhenflug, und das nicht nur auf dem Platz, sondern auch an der Börse.

Seit Jahresbeginn ist der Kurs in die Höhe geschnellt. Am Tag vor dem Viertelfinalspiel gegen Barcelona stieg der Kurs nochmals sprunghaft an. Eine Aktie wurde mit 0,73 Euro gehandelt, vor einem Jahr waren es noch 0,28 Euro. Am Tag nach dem Sieg gegen Barca verzeichnete der Titel sogar ein Zehnjahreshoch und verdoppelte seinen Börsenwert. Higuain, Dybala, Buffon und Co. hatten geliefert und die Katalanen aus dem Turnier geschossen.

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