Champions League Magere Erfolge der Fußball-Milliardäre

Neun Milliarden Euro haben Investoren in Fußballklubs gepumpt. Die sportliche Rendite in der Königsklasse ist mager. Von den größten Investoren sind nur noch wenige dabei, etwa der Geldgeber von Paris Saint-Germain.
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Scheich Tamim bin Hamad Al Thani gehört der französische Spitzenklub Paris Saint-Germain, der im Winter Julian Draxler vom VfL Wolfsburg für eine Millionensumme kaufte. Das Staatsoberhaupt von Katar darf sich zudem über die Fußball-WM 2022 im eigenen Land freuen. Vermögen: 70 Milliarden Euro. Gesamtinvestment: 600 Millionen Euro. Quelle: Reuters
Paris Saint-Germain

Scheich Tamim bin Hamad Al Thani gehört der französische Spitzenklub Paris Saint-Germain, der im Winter Julian Draxler vom VfL Wolfsburg für eine Millionensumme kaufte. Das Staatsoberhaupt von Katar darf sich zudem über die Fußball-WM 2022 im eigenen Land freuen. Vermögen: 70 Milliarden Euro. Gesamtinvestment: 600 Millionen Euro.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfNirgendwo ist der Wandel im Milliardengeschäft Fußball so sichtbar wie in England. Fast alle Vereine werden inzwischen von reichen Investoren kontrolliert. Doch auch anderswo in Europa steigen Milliardäre ein. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen der 20 größten Käufer auf rund neun Milliarden Euro, wie sich aus einer Aufstellung des Magazins Sponsors (2/2017) ergibt.

Die Investoren kommen aus der ganzen Welt, vorzugsweise aus Regionen, in denen Fußball gar nicht so gut gespielt wird wie in Zentral-Europa: den USA, China oder Russland. Erworben wurden Anteile an Klubs auch in Italien, Frankreich oder Spanien. In der Bundesliga sind reiche Außenseiter wegen restriktiver Regeln für Investoren dagegen sehr selten zu finden. RB Leipzig ist eine Ausnahme.

Wirtschaftlich lohnt sich der Einstieg der Großanleger meist, selbst wenn sie ihr Engagement mitunter als Hobby betrachten. Der Wert vieler Topvereine in Europa hat sich extrem stark erhöht, weil Fußball so beliebt ist und Unternehmen über das Spiel ihr Image aufpolieren wollen. TV-Sender und Sponsoren pumpen daher Milliardenbeträge in die Branche.


Am rasantesten steigen die Werte der Klubs in England, doch auch in anderen großen Ligen in Europa ist eine starke Wertsteigerung zu erwarten. Deshalb dürften sich auch Engagements von Investoren in Frankreich, Spanien oder Italien auf Sicht zumindest wirtschaftlich lohnen. Die sportliche Rendite – gemessen in Erfolgen auf höchstem Niveau – ist allerdings in vielen Fällen bisher eher mager.

In besonderem Maße gilt dies für den Topfußball in Europa, die Champions League. So gehören von den 16 Vereinen im gerade laufenden Achtelfinale der europäischen Fußball-Königsklasse nur fünf zum exklusiven Club der 20 Fußball-Milliardäre. Dies sind Paris SG, Arsenal London, Manchester City, AS Monaco und Leicester City.

Geld allein schießt eben keine Tore, für dauerhafte sportliche Erfolge muss alles zusammenpassen. Es ist daher auch kein Wunder, dass Traditionsvereine wie Real Madrid, FC Barcelona oder Bayern München in den vergangenen Jahren die Champions League gewonnen haben – während schnell hochgepäppelte Klubs wie Paris SG und Manchester City nur national erfolgreich waren.

Teams der Milliardäre gehören zu den Wertvollsten der Welt
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