Champions League Qualifikation
Bremen als 3. deutscher Club in der Champions League

Mit drei Toren in acht Minuten hat der SV Werder Bremen seine Eintrittskarte für das Millionenspiel Champions League gelöst. Trotz einer über weite Strecken schwachen Vorstellung gewann der Bundesliga-Zweite am Mittwochabend das Qualifikations-Rückspiel gegen den FC Basel mit 3:0 (0:0) und machte damit die 1:2-Niederlage aus der ersten Begegnung wett.

HB BREMEN. Vor 30 339 Zuschauern im Weserstadion trafen Ivan Klasnic (64./72.) und Tim Borowski (67./Foulelfmeter) zum unverdient hohen Erfolg für die Bremer, die neben Meister FC Bayern München und dem FC Schalke 04 in der Königsklasse des europäischen Fußballs vertreten sind.

Das Erreichen der Vorrunde bringt den Hanseaten bereits rund 3,6 Millionen Euro in die Kasse. Im ersten Spiel am 14. September muss ausgerechnet Miroslav Klose zuschauen, der in der 79. Minute wegen Ballwegschlagens die Gelb-Rote Karte sah.

Auf die Treffsicherheit von Klasnic konnte sich der deutsche Meister von 2004 auch diesmal verlassen. Nach mäßiger erster Halbzeit spielte der Kroate wie aufgedreht und entschied das Spiel praktisch im Alleingang. Dagegen hatte Pendant Klose, dem im Hinspiel im St. Jakob-Stadion das Anschlusstor gelungen war, nicht seinen besten Tag erwischt. Der FC Basel bot an der Weser eine taktisch disziplinierte Leistung, obwohl mit Christian Gimenez der torgefährlichste Angreifer fehlte. Der Club hatte kurz vor dem Spiel den Vertrag mit dem Argentinier aufgelöst, der mit sofortiger Wirkung zu Olympique Marseille wechselt.

„Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass wir locker bleiben“, hatte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs als Marschroute für seine Mannschaft vorgegeben. Doch die Schweizer erwiesen sich bei der geplanten Aufholjagd als äußerst unbequemer Widersacher und störten die Bremer schon im Spielaufbau wirkungsvoll. Im Mittelfeld fehlten Micoud und Co. zudem meist die Ideen, um die zweikampfstarken Gäste in Verlegenheit zu bringen. Dabei mussten die Hausherren auch selbst stets auf der Hut sein, um nicht wie beim Kopfball des freistehenden Julio Rossi (13.) in Rückstand zu geraten.

Seine erste gute Szene hatte der SV Werder in der 30. Minute, als sich Klasnic im Strafraum energisch durchsetzte, den Ex-Leverkusener Pascal Zuberbühler im Tor des FCB aber nicht überwinden konnte. Ein fragwürdiger Elfmeter - Reto Zanni soll Torsten Frings gerempelt haben - schien der Elf von Thomas Schaaf doch noch vor der Pause zur Führung zu verhelfen. Doch Micoud nahm das Geschenk des dänischen Schiedsrichters Kim Milton Nielsen nicht an und schob den Ball aufreizend lässig am Tor vorbei.

Mit Daniel Jensen für Frank Baumann und mehr Tempo starteten die Bremer in die zweiten 45 Minuten. Doch die besseren Möglichkeiten eröffneten sich zunächst den Gästen. Nach einem schnellen Konter hatte David Degen (55.) freie Bahn, zielte aber vorbei. Wenig später streifte ein Freistoß von Delgado (61.) die Latte des Bremer Tores.

Doch dann sorgte Klasnic nach Fehler von Zuberbühler für die Führung, die Borowski per Strafstoß - Zanni hatte Micoud gelegt - nur drei Minuten später ausbaute. Die letzten Zweifel am Weiterkommen beseitigte erneut Klasnic, der aus 16 Metern Maß nahm und mit Hilfe des Innenpfostens zum zweiten Mal ins Schwarze traf.

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