Champions-League-Qualifikation
Fohlenelf kämpft um den 20-Millionen-Topf

Der Bundesliga-Vierte Borussia Mönchengladbach startet heute in beiden wichtigsten Spiele der Saison – sportlich wie wirtschaftlich. Gegen Young Boys Bern wollen sie in die Champions League einziehen. Ein Millionenspiel.

DüsseldorfDie Champions League macht Fußballvereine reich. Natürlich kann jeder Klub den Millionensegen der Königsklasse gut gebrauchen, Borussia Mönchengladbach täte die CL-Qualifikation aber besonders gut. Denn der Verein vom Niederrhein ist längst nicht so vermögend wie die deutschen Branchenführer Bayern München und Borussia Dortmund. Dazu hat die Elf vom Niederrhein weniger Fans als etwa der FC Schalke 04.

Um im Reigen der großen Klubs mithalten zu können, müssen die Gladbacher cleverer daher sein als die finanzstarke Konkurrenz. In den letzten Jahren gelang das erstaunlich gut – dank der klugen Transferpolitik von Sportdirektor Max Eberl. Junge Talente wurden günstig gekauft und später teuer abgegeben. Zugleich verbuchte der Klub unter dem Strich beachtliche sportliche Erfolge.

Für den nächsten großen Schritt wäre es für die Gladbacher enorm wichtig, sich – wie im Vorjahr –für die Königsklasse im europäischen Fußball zu qualifizieren. Dafür müssen sie sich als Bundesliga-Vierter heute und in der kommenden Woche gegen den Schweizer Vizemeister Young Boys Bern durchsetzen. Das wird nicht einfach.

Die Borussen haben zwar von ihren zehn Testspielen nur eines verloren. Doch das bedeutet nicht viel für Trainer André Schubert. Im Gegensatz zur Fohlenelf hat Bern schon sieben Pflichtspiele in dieser Saison absolviert, Gladbach noch keins. Zudem wird in Bern auf Kunstrasen gespielt – und da springen die Bälle ein wenig anders als auf normalem Rasen.

Bern fühlt sich in der Rolle des Underdogs überdies wohl. In der vorigen Qualifikationsrunde haben sie sich gegen Schachtjor Donezk durchgesetzt – eine Elf, die schon öfter in der Champions League gespielt hat und daher höher eingeschätzt worden war. „Wir müssen erst noch in die Wettkampfhärte kommen. Von daher ist es sicher eine Mannschaft auf Augenhöhe“, glaubt Sportdirektor Max Eberl.

Gleichwohl ist er optimistisch: „Wir sind durch die vielen Europapokalspiele ein Stück gereift. Auch diese Endspiele haben wir schon gehabt.“ Und falls die Gladbacher diese beiden Endspiele erfolgreich gestalten, fließen in Kürze zwölf Millionen Euro auf das Vereinskonto. Denn so viel zahlt die Uefa den Teilnehmern an der Gruppenphase der Champions League allein fürs Mitmachen.

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Rekordeinkauf Kramer wagt den Neustart

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