Champions League: Schalker Duell gegen Daum - Bremen zum Auftakt gegen Barcelona
Bayern wollen Revanche gegen Juve

Ein schnelles Wiedersehen mit dem FC Chelsea bleibt dem FC Bayern München erspart, dafür will der deutsche Fußball-Rekordmeister nun gegen Juventus Turin die Chance zur Revanche nutzen. Italiens Rekord-Titelträger, der in der Vorsaison beide Duelle gegen die Münchner mit 1:0 für sich entschieden hatte, wurde dem Bundesliga-Primus am Donnerstag in Monte Carlo erneut als Vorrundengegner in der Champions League zugelost.

HB MONTE CARLO. „Es ist reizvoll, sich an einer solchen Topmannschaft zu reiben und zu steigern“, sagte Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende der Münchner, nach der Auslosung im Grimaldi-Forum, die den Bayern den FC Brügge und Rapid Wien als weitere Kontrahenten in der Gruppe A bescherte.

Schwere Brocken für die Vorrunde erwischten auch die beiden anderen Clubs aus der Bundesliga. Vizemeister FC Schalke 04 muss sich in der Gruppe E mit dem sechsfachen Europapokalsieger AC Mailand, dem PSV Eindhoven und dem von Christoph Daum betreuten Team von Fenerbahce Istanbul messen. Der SV Werder Bremen, der sich am Mittwochabend durch das 3:0 gegen den FC Basel die Teilnahme an der europäischen Königsklasse gesichert hatte, bekommt es in Gruppe C mit dem FC Barcelona, Panathinaikos Athen und Champions-League-Neuling Udinese Calcio aus Italien zu tun.

Besonders brisant ist für den FC Bayern das Duell mit Juventus, nicht nur, weil Robert Kovac inzwischen das Trikot des italienischen Rekordmeisters trägt. „Juventus - das hätte nicht unbedingt sein müssen. Aber jetzt können wir zeigen, dass wir in der Allianz Arena besser sind als im Olympiastadion. Wir haben uns viel vorgenommen in der Champions League, da ist das Weiterkommen Pflicht“, kommentierte Trainer Felix Magath. Kapitän Oliver Kahn frohlockte: „Na, prima: Das ist eine Gruppe, die mir gefällt.“

Neben den Duellen gegen Juve freuen sich die Münchner auch auf das erste Kräftemessen am 14. September bei Rapid Wien. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit Steffen Hofmann. Der frühere Jugend-Spieler der Bayern ist inzwischen österreichischer Staatsbürger und wird künftig für Austrias Nationalteam spielen. Beim bisher einzigen Kräftemessen im Europacup setzten sich die Bayern 1967 durch. „Ein tolles Los, über das ich mich sehr freue. Für mich sind die Bayern ein absoluter Traumgegner“, jubelte Rapid-Trainer Josef Hickersberger.

„Das ist eine der schwersten Gruppen“, stöhnte Schalkes Trainer Ralf Rangnick. In dem AC Mailand hat der Revierclub bei seiner ersten Champions-League-Teilnahme seit vier Jahren einen schier übermächtigen Gegner erwischt, doch gegen die anderen Teams rechnen sich die „Königsblauen“ Chancen aus. „Gegen Fenerbahce und Eindhoven können wir uns durchsetzen. Das wäre ein schönes Geschenk an unsere Fans“, sagte Manager Rudi Assauer. An Mailand haben die Schalker ohnehin gute Erinnerungen. Dort feierten sie 1997 mit dem Gewinn des UEFA-Pokals ihren größten internationalen Erfolg. „Wir haben die Chance, die Gruppenphase zu überstehen und in der Champions League zu überwintern“, meinte Teammanager Andreas Müller. Die Schalker starten am 13. September in Eindhoven.

Die K.o.-Runde wie im Vorjahr peilt auch der SV Werder Bremen als Minimalziel an. „Barcelona ist natürlich der Knaller und für die Zuschauer eine Riesensache. Es ist ganz klar, dass sie der Favorit sind, aber wir wollen gegen alle Punkte sammeln“, gab Sportdirektor Klaus Allofs als Devise für die Vorrunde aus, die für Werder am 14. September mit einem Heimspiel gegen Barcelona beginnt. Panathinaikos Athen erreichte wie die Bremer erst über die Qualifikation die Gruppenphase, Udinese ist ein Neuling im Konzert der Großen. „Gegen Udine und Athen werden es schwere Partien, insbesondere auswärts in Athen“, erwartet Trainer Thomas Schaaf, der dennoch überzeugt ist: „Wenn wir das mutig machen, erreichen wir erneut das Achtelfinale.“

Die ersten Spiele werden am 13. und 14. September ausgetragen, die letzten Partien der Gruppenphase am 6. und 7. Dezember. Die zwei besten Mannschaften jeder Gruppe sind für das Achtelfinale qualifiziert, die Gruppen-Dritten spielen im Uefa-Cup weiter. Das Champions-League-Finale steigt am 17. Mai 2006 in Paris.

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