Champions-League: Später Doppelschlag erlöst den FC Bayern

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Später Doppelschlag erlöst den FC Bayern

Der FC Bayern München hat zum Auftakt der Champions-League-Saison den AS Rom mit 2:0 geschlagen. Lange Zeit tat sich der deutsche Meister gegen den italienischen Vertreter schwer. Auch wenn die Belagerung des römischen Strafraums oftmals an handball erinnerte, zwingende Aktion fehlten. Letztlich hatten Müller und Klose Erbarmen und erlösten ihren Klub.

Die WM-Stars Thomas Müller und Miroslav Klose haben dem FC Bayern München einen Fehlstart in die Champions League erspart. Die Nationalspieler bescherten den Münchnern gegen den italienischen Vizemeister AS Rom mit ihren Treffern in der 79. Minute und 83. Minute ein mühsames, aber verdientes 2:0 (0:0). Knapp vier Monate nach der Endspiel-Niederlage in der Königsklasse gegen Inter Mailand (0:2) sind die Münchner von den angekündigten Großtaten in Europa in der derzeitigen Verfassung aber noch ein gutes Stück entfernt.

Nach einer quälend ereignislosen ersten Halbzeit kam der FC Bayern wenigstens nach Pause hin und wieder zu Chancen - offenbarte aber abermals Schwächen beim Abschluss. Roma-Torhüter Julio Sergio wurde erst nach 55 Minuten erstmals geprüft, als er einen Schuss von Toni Kroos über die Latte lenkte. Nur 60 Sekunden später vereitelte der Schlussmann dann eine "Hundertprozentige" von Müller. In der 78. Minute stand dem eingewechselten Miroslav Klose der Pfosten im Weg - dann nutzte Müller mit einem Außenristschuss eine Vorlage von Daniel van Buyten, Klose legte nach einem Freistoß von Holger Badstuber nach. In seinem zweiten Spiel in der Gruppe E trifft der FC Bayern am 28. September beim FC Basel an.

Nach zwei Spielen ohne Torerfolg in der Bundesliga offenbarten die Bayern gegen die Roma aber lange Zeit erhebliche Schwierigkeiten, sich Chancen zu erspielen. Gegen die defensiv eingestellten, äußerst geschickt verteidigenden Italiener blieben die Gastgeber über weite Strecken harmlos. Der Einsatz stimmte, doch das Überraschungsmoment durch Aktionen von Franck Ribery, der das dritte und letzte Spiel seiner Rot-Sperre aus der vergangenen Saison absitzen musste, oder den verletzten Arjen Robben fehlte.

Trainer Louis van Gaal hatte nach dem Stotterstart in der Bundesliga, wo die Bayern zum ersten Mal seit September 2009 in zwei Spielen in Folge keinen Treffer erzielt haben, seine Mannschaft in der Offensive verändert. Für Klose rückte Ivica Olic ins Sturmzentrum, dahinter liefen Müller, Kroos und Hamit Altintop auf. Altintop ersetzte dabei Ribery. Für die belebenden Elemente sorgte jedoch zumeist Bastian Schweinsteiger, der in der 75. Minute knapp über das Tor zielte.

Am Bemühen mangelte es nicht, der FC Bayern war offenkundig auf einen schnellen Führungstreffer aus, doch eine Chance erspielte sich der FC Bayern in der ersten Halbzeit nicht. Die besten Möglichkeiten des Spiels hatte bis zur Pause die auf Konter lauernde Roma: Ein Schuss von Marco Cassetti verfehlte das Tor des deutschen Rekordmeisters nur knapp (10.), Jörg Butt verhinderte gegen Marco Boriello reaktionsschnell einen Gegentreffer (40.).

In der Defensive stand der italienische Vizemeister gut, die optisch wie gewohnt überlegenen Münchner offenbarten daher große Schwierigkeiten beim Bemühen, eine Lücke im Abwehrverbund der Römer zu finden. Vor dem Strafraum der Gäste spielte der FC Bayern meist quer und oft auch zu umständlich. Darüber hinaus leisteten sich die Gastgeber viele Ballverluste. Flanken wiederum blieben wirkungslos, Weitschüsse schienen kein probates Mittel zu sein.

Erst als Müller und Altintop in der zweiten Halbzeit die Seiten wechselten und Kroos besser ins Spiel fand, wirkten die Münchner ein wenig lebendiger - ohne dabei jedoch zu überzeugen. 25 Minuten vor dem Schlusspfiff brachte van Gaal Klose und Mario Gomez für Olic und Altintop - und die "Brechstange" verfehlte ihre Wirkung nicht. Butt rettete allerdings beim Stand von 1:0 gegen Borriello glänzend (80.).

© SID

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