Champions League
Stuttgart muss Sevilla schlagen

Mit seinem letzten Aufgebot will Trainer Markus Babbel die Jobgarantie des Vorstandes rechtfertigen und mit dem VfB Stuttgart in der Champions League den letzten Strohhalm ergreifen. Ohne fünf Stammspieler muss Babbel beim spanischen Spitzenklub FC Sevilla heute (20.45 Uhr/live bei Sky und Sat.1.) die zweite Pleite und das damit wohl schon verbundene Aus in der Gruppenphase verhindern - und weitere Argumente für sich selbst sammeln.

"Mich freut das Vertrauen des Vorstandes. Ich möchte es gerne zurückzahlen, am liebsten schon in Sevilla", sagte Babbel vor dem zweiten Treffen mit den Andalusiern nach dem etwas unglücklichen 1:3 vor zwei Wochen am Neckar - und fügte sicherheitshalber zudem noch an: "Keiner profitiert davon, wenn ich entlassen werde."

Der Vorstand teilt diese Ansicht, Manager Horst Heldt gab dem Trainerteam um Babbel für alle Fälle noch ein dickes Lob mit auf die Reise nach Sevilla, wo den zwei Punkten mindestens ein weiterer hinzugefügt werden soll. "Sie marschieren trotz der nicht einfachen Situation vorneweg und sind die ersten, die den Hebel umlegen wollen. Außerdem ist es offensichtlich so, dass die Mannschaft ihnen nach wie vor folgt", sagte er.

Allzu hoch sind Heldts Erwartungen gleichwohl nicht. Er hofft, "dass uns der leichte Aufwärtstrend nach dem 0:0 gegen den FC Bayern genügend Kraft und Selbstvertrauen gibt". Die Schwaben wollen sich jedenfalls so teuer wie möglich verkaufen. Heldt: "Wir wollen nicht nur die Stadt kennenlernen. Ein Punkt würde uns helfen. Wenn man Siege gegen Glasgow und Urziceni voraussetzt, wäre Platz zwei noch drin. Das ist nach wie vor unser Ziel, man sollte uns nicht abschreiben."

Auch Spielmacher Alexander Hleb, der selbst bislang weit unter den Erwartungen spielte, meinte: "Wir haben noch Luft nach oben. Es fehlt schon noch viel." Der Glaube an die eigenen, im Saisonverlauf nur sporadisch gezeigten Stärken wird durch die Personallage weiter erschüttert. Mit Cacau und Ciprian Marica fallen zwei der nur vier Stürmer aus, Sami Khedira fehlt im Mittelfeld, und Christian Träsch sowie Ricardo Osorio müssen ebenfalls verletzungsbedingt passen.

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