Champions-League-Vorschau
Özil droht Opfer der Real-Torkrise zu werden

Hat Real Madrid unter Jose Mourinho das Toreschießen verlernt? Diese besorgte Frage stellen sich viele spanische Fußball-Fans vor dem Champions-League-Spiel des Rekordmeisters bei AJ Auxerre. Aber auch bei einigen anderen namhaften Klubs steht es vor dem zweiten Spieltag in der Königsklasse nicht zum besten.
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dpa BERLIN. "Taktisch haben wir keine Probleme. Uns fehlen nur die Torerfolge", räumte selbst der portugiesische Coach nach dem 0:0 der "Königlichen" bei UD Levante ein. Ganze fünf Treffer brachten Mesut Özil und Co. in den ersten fünf Ligaspielen zustande, unter Mourinhos Vorgänger Manuel Pellegrini waren es vor einem Jahr noch 16 gewesen.

Ein Opfer der Torkrise könnte nun Özil werden. Wie das Sportblatt "Marca" berichtete, erwägt Mourinho, nach der unbefriedigenden Trefferquote den Franzosen Karim Benzema neu in die Startelf zu holen und damit den Angriff zu stärken. Das hieße, dass entweder Özil oder Gonzalo Higuain weichen müsste. "Der Ball geht nicht ins gegnerische Tor, weil es uns ein wenig an Frische und Ruhe fehlt", kommentierte der brasilianische Abwehrspieler Marcelo die schwächste Torausbeute des Clubs seit sechs Jahren.

Dabei schießen Cristiano und Co. häufiger aufs Tor als die Stürmer aller anderen spanischen Clubs: Bislang 105 Mal in dieser Saison. Reals Defensive hat sich indes stark verbessert. Nur ein Gegentreffer in fünf Spielen ist der beste Wert der Vereinsgeschichte. Schlussmann Iker Casillas war in den meisten Spielen nur Zuschauer des Geschehens.

Anders als bei Real haben sich beim AS Rom vor der Partie gegen CFR Cluj die Wogen" wieder geglättet. Nach den jüngsten Spannungen rauchten Superstar Francesco Totti und Coach Claudio Ranieri die Friedenspfeife. "Ich werde nie ein Problem für den AS Rom sein", gab sich der 34 Jahre alt gewordene Totti nach der Aussprache wieder zahm. Nach seiner Auswechslung im Spiel gegen Inter Mailand hatte der Angreifer des Bayern-Vorrundengegners das Stadion im Zorn verlassen. "Manchmal muss ein Trainer aus taktischen Gründen schmerzhafte Entscheidungen treffen", hatte Ranieri seine Maßnahme verteidigt.

Ein Rendezvous mit seiner Vergangenheit feiert Zlatan Ibrahimovic beim Gastspiel des AC Mailand in Amsterdam. "Gegen Ajax spielt Milan ganz auf Ibrahimovic abgestimmt", erwartet die "Gazzetta dello Sport". Der schwedische Nationalstürmer war 2001 in die Grachtenstadt gekommen und hatte für Ajax in 106 Spielen 46 Treffer erzielt. Im Angriff will Coach Massimiliano Allegri in Robinho, Ibrahimovic und Ronaldinho sein Traumtrio aufbieten.

Von seiner Bestbesetzung ist Arsenals Coach Arsene Wenger im Spiel bei Partizan Belgrad weit entfernt. Gleich sieben Stammkräfte muss der Elsässer ersetzen. Zudem wurde die Vorbereitung durch die 2:3-Niederlage gegen West Bromwich Albion arg getrübt. "Manches war unerklärlich an dieser armseligen Vorstellung", polterte Wenger. Auch der FC Chelsea setzte seine Generalprobe für das Duell gegen Olympique Marseille mit dem 0:1 bei Manchester City in den Sand. Zu allem Überfluss muss Coach Carlo Ancelotti auf Spielgestalter Frank Lampard und Torgarant Didier Drogba verzichten.

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