Champions League
VW-Chef Müller sieht „Erwachsenen-Fußball“ beim VfL

Mit dem 2:0 gegen Eindhoven setzte nicht nur der VfL Wolfsburg in der Champions League ein wichtiges Zeichen. Auch der neue VW-Chef Müller gab ein Statement ab und kam zum ersten Mal ins Stadion – mit Fanschal.

WolfsburgEin perfekteres Timing für seinen ersten Besuch beim VfL Wolfsburg hätte es für den neuen Volkswagen-Chef Matthias Müller nicht geben können. Mit VfL-Fanschal setzte Müller auf der Tribüne beim 2:0-Champions-League-Sieg gegen PSV Eindhoven ein vom Vizemeister und seinen Fans in unsicheren Zeiten sehnsüchtig erwartetes Zeichen. Darüber reden wollte VfL-Sportchef Klaus Allofs nach dem Sprung an die Tabellenspitze der Gruppe B vor Manchester United und ZSKA Moskau aber nicht. „Wir haben das verarbeiten und uns einige Tage dazu äußern müssen. Jetzt konzentrieren wir uns aber auf Fußball“, meinte Allofs entschieden zur VW-Krise.

Müller bekam am Mittwoch an der Seite von Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner eine willkommene Auszeit von der nervenaufreibenden Krise beim Autobauer. Die Folgen sowohl für den Konzern als auch die hundertprozentige VW-Tochter VfL sind noch nicht absehbar, bislang gibt es nur Absichtserklärungen in Richtung des Bundesligisten. „Man hat uns gesagt, dass alles für uns keine Auswirkungen hatte“, berichtete etwa Torschütze Bas Dost (46. Minute) über einen Besuch von VfL-Aufsichtsratschef und VW-Vorstand Francisco Javier Garcia Sanz in der Kabine der Fußballer.

Gegen Eindhoven bekam Müller reichlich Argumente, den VW-Sparkurs im Zuge des Skandals um manipulierte Abgaswerte nicht allzu sehr auf den Werksclub – das Lieblingsspielzeug seines fußballverrückten Vorgängers Martin Winterkorn – auszuweiten. „Wir werden von Spiel zu Spiel besser“, meinte Allofs und Coach Dieter Hecking urteilte: „Das war eine reife Leistung. Das war heute Erwachsenen-Fußball.“

Das Tor zum Achtelfinale – dem Minimalziel der Wolfsburger – ist offen, die Ausgangslage als Spitzenreiter mit sechs Punkten aus drei Spielen glänzend. „Wenn wir in Eindhoven nicht verlieren, dann sind wir fast weiter“, meinte der euphorisierte Torjäger Dost nach dem Sieg gegen seine Landsleute: „Wir sind einfach stark.“

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„Natürlich wäre ein ausverkauftes Haus schöner“

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