Champions League
Werder will aus Florenz-Fiasko lernen

dpa TURIN/BREMEN. Von einer Revanche für das Florenz-Fiasko der Nationalmannschaft wollen die Bremer nichts wissen. „Es geht nur darum, das Viertelfinale der Champions League zu erreichen, alles andere ist nebensächlich“, lautet die Order von Werder-Chef Jürgen L. Born. Vor dem ersten von drei deutsch-italienischen Club-Duellen, bei dem Werder Bremen bei Juventus Turin schon ein Unentschieden reicht, sagt Born aber auch: „Man muss aus der Niederlage der Nationalmannschaft Lehren ziehen und hinten kompakt stehen.“

Auch Trainer Thomas Schaaf spricht von „zwei verschiedenen Sachen“ und verweist lieber auf Werders Klasseleistung im Hinspiel (3:2), als sein Team gezeigt hat, wie man italienische Teams schlagen kann, und sich eine passable Ausgangsposition verschafft. „Nahe an 60 Prozent“, sieht Ivan Klasnic die Chancen für den Sprung unter die acht besten Teams Europas. Forsch formuliert der kroatische Nationalspieler, der mit Miroslav Klose stürmen soll, die Zielsetzung: „In Turin können wir Geschichte schreiben.“ Es wäre zumindest der größte internationale Erfolg der Clubgeschichte seit dem Gewinn des inzwischen abgeschafften Pokals der Pokalsieger vor vierzehn Jahren.

Trotz des Last-Minute-Sieges im Hinspiel ist für Klaus Allofs die Ausgangssituation vor dem Gastspiel beim italienischen Rekordmeister eindeutig. „Wir werden bestimmt nicht überheblich. Juve ist weiterhin der klare Favorit, und wir sind weiterhin klarer Außenseiter“, sagte der Manager. „Wir können doch richtig einschätzen, was von uns in Turin abverlangt wird.“

Juve, in der italienischen Liga seit achtzehn Spielen ungeschlagen, steht unter Druck und muss mindestens ein Tor schießen. Obwohl den Bremern ein Remis reicht, wollen sie aber nicht „auf zu null spielen“, wie Trainer Thomas Schaaf sagte: „Wir werden nicht den Fehler machen, uns hinten rein zu stellen und mit zehn Mann vor dem Torwart herumzuhoppeln“. Schaaf will, dass seine Mannschaft „den Gegner beschäftigt“. Das Bremer Spiel ist offensiv ausgerichtet.

„Ich bin überzeugt, dass wir in der Lage sind, dort mindestens ein Tor zu schießen“, sagte Miroslav Klose selbstbewusst. Der Nationalspieler, der beim 1:4 der Nationalmannschaft dabei war, forderte: „Wir müssen mindestens so gut spielen wie in der ersten Partie gegen Juventus, wenn nicht noch besser.“

Im Gegensatz zum Unentschieden bei Bayer Leverkusen kann Trainer Thomas Schaaf im Stadion delle Alpi wahrscheinlich seine beste Elf beginnen lassen. Kapitän Frank Baumann, der zuletzt verletzt zuschauen musste, signalisierte Einsatzbereitschaft. „Mein Knie macht nur noch wenig Probleme. Ich werde alles daran setzen, dabei zu sein“, sagte der Mittelfeldspieler.

Und auch der brasilianische Innenverteidiger Naldo scheint nach seinen Adduktorenproblemen wieder spielen und Petri Pasanen ersetzen zu können. „Wie es aussieht, können beide spielen“, sagte Schaaf. Der Coach erwartet vom „Super-Gegner“, dass er „versucht, von Anfang an Druck zu machen“. Im Gegensatz zum Hinspiel „werden sie ihre Offensive in Gang setzen.“

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