Champions League
Zyprioten blamieren Werder Bremen

Fehlstart für Werder Bremen: Trotz drückender Überlegenheit kam der deutsche Vizemeister zum Auftakt der Champions League gegen den krassen Außenseiter Anorthosis Famagusta über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Damit konnten die Hanseaten zum sechsten Mal in Folge ihr erstes Spiel in der "Königsklasse" nicht gewinnen.

Fehlstart für Werder Bremen: Trotz drückender Überlegenheit kam der deutsche Vizemeister zum Auftakt der Champions League gegen den krassen Außenseiter Anorthosis Famagusta über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Damit konnten die Hanseaten zum sechsten Mal in Folge ihr erstes Spiel in der "Königsklasse" nicht gewinnen.

Gegen Inter schon mit dem Rücken zur Wand

Vor 34 690 Zuschauern im Weserstadion überboten sich die Platzherren im Auslassen guter Torgelegenheiten. Mehr als ein halbes Dutzend Mal ließen die Norddeutschen beste Einschussmöglichkeiten aus und verdarben sich damit den fest eingeplanten Sieg gegen den Champions-League-Debütanten aus Zypern. Der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf droht nun ein kompletter Fehlstart, da in dieser Verfassung beim Auswärtsspiel am 1. Oktober beim Gruppenfavoriten Inter Mailand nichts zu holen sein dürfte.

"Ich bin sehr enttäuscht. Famagusta ist einfach eine Mannschaft, die man schlagen muss. Wir haben nicht den Biss gehabt, den man in jedem Spiel, aber besonders in der Champions League braucht. Das war einfach zu wenig, so kann man das international nicht spielen. So brauchen wir in Athen oder Mailand gar nicht erst anzutreten", sagte Manager Klaus Allofs.

Mertesacker: "Wir müssen uns steigern"

Nationalspieler Per Mertesacker war der Meinung, dass "vielleicht ein Schuss Qualität gefehlt" habe: "Wir sind sehr enttäuscht und müssen uns steigern. Werder Bremen ist berühmt dafür zurückzukommen."

Wie schon am vergangenen Wochenende in der Bundesliga gegen Tabellenschlusslicht Energie Cottbus taten sich die Bremer gegen eine kompakte Abwehr sehr schwer. Hinzu kam, dass die Zyprer nicht nur stur verteidigten, sondern immer wieder auch gelegentliche Entlastungsangriffe starteten, die durchaus auch zu einem Treffer hätten führen können.

Famagusta nicht chancenlos

So schoss bereits in der achten Minute Mittelfeldspieler Paulo Costa nur knapp über das Bremer Gehäuse, fünf Minuten nach Wiederbeginn prüfte der eingewechselte Hawar Taher Bremens Torhüter Tim Wiese mit einem Flachschuss. Dennoch drohte dem Tor des 13-maligen zyprischen Meisters deutlich mehr Gefahr, doch mit Glück und Geschick hielt das Team von Coach Temuri Ketsbaja den Kasten bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Craig Thomas aus Schottland sauber.

Als in der Schlussviertelstunde die Aktionen der Hanseaten immer konfuser wurden, geizte sogar das bis dahin sehr großzügige Bremer Publikum nicht mehr mit Pfiffen. Stattdessen machten sich erstmals die rund 400 mitgereisten Fans von Famagusta, das in der Champions-League-Qualifikation überraschend Griechenlands Meister Olympiakos Piräus ausgeschaltet hatte, bemerkbar.

© SID

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