Chef der Polizeigewerkschaft
DFB mangelt es an Demokratieverständnis

Im Streit um die Kosten der Polizeieinsätze bei Fußballspielen hat sich nun der Chef der Polizeigewerkschaft Wendt mit harten Worten gegen den DFB gewandt. Er wirft dem Verband mangelndes Demokratieverständnis vor.
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PassauRainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) scharf kritisiert für das Verlegen eines Länderspiels von Bremen nach Nürnberg. „Beim DFB und der DFL herrscht ein mangelhaftes Demokratieverständnis. Offenbar hat man dort das Gefühl, ein Staat im Staate zu sein“, sagte Wendt der „Passauer Neuen Presse“ (Dienstag-Ausgabe). „Das war ein dreistes Stück, auf diesem Wege zu versuchen, ein frei gewähltes Parlament unter Druck setzen zu wollen.“ Das Bundesland Bremen hatte angekündigt, künftig Gebühren zu verlangen, wenn statt der üblichen 100 bis 200 Polizisten bei Risikospielen bis zu 1.000 Beamte eingesetzt würden. Der DFB hatte der Stadt daraufhin das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar entzogen.


Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Chef der Polizeigewerkschaft: DFB mangelt es an Demokratieverständnis"

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  • Bravo !
    Exzellenter Kommentar und voll auf den Punkt getroffen.

  • Ach ja?

    Meine liebe Polizeigewerkschaft! Vielleicht sollte man die Schirmmütze mal abnehmen und sich am Kopf kratzen, vielleicht hilft das. Hier jetzt einmal kurz Nachhilfe:

    Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat! Auch für eine demokratisch gewählte Regierung gilt die Gewaltenteilung! Als Vertreter der Executive sollte man das verstehen!

    Die gewählten Parlamente sind die Legislative, sie legen die Spielregeln fest, die für alle gleich gelten.

    Was die Polizeigewerkschaft hier offensichtlich fordert, ist ein Obrigkeitsstaat, in dem die Untertanen der Politik einfach zu folgen haben. Aber genau wie der DFB frei eintscheiden kann, wo er Spiele abhält, kann sich ein Unternehmer seinen Standort aussuchen. Und wenn dabei ein gewähltes Landesparlament auf der Strecke bleibt, dann darf es halt keinen Unsinn produzieren.

    Wenn die Landesregierung in Bremen dieses Prinzip verstanden hätte, dann wäre das Land nicht so pleite. Die DFL/Werder/Zuschauer nutzen die Bremer Infrastruktur und zahlen dafür Steuern. Unterm Strich macht Bremen damit einen Riesenreibach und schwarze Zahlen!
    Zum Bild des Obrikeitsstaates gehört die Idee, dass der Obrikeitsstaat das Geld der Bürger einfach nach Gutdünken verwenden kann. Also Gelder des Bundes zur Entschuldung von Bremen, werden dann "investiert", also real veruntreut! Ansonsten gibt man das Geld der Steuerzahler seinen Partikularinteressen entsprechend aus (also auch Veruntreuung). Als Ergebnis hat man dann einen Haufen schlecht ausgebildeter und schecht erzogener Hooligans und einen Haufen teure Sozialpädagogen mit Beamtenstatus auf Lebenszeit. Vielleicht fällt der GdP jetzt noch ein, dass man ein demokratisch gewähltes Parlament, ja nicht mit Öffentlichkeit konfrontieren darf und sie damit unter Druck setzt. Also am Besten auch keine Meinungsfreiheit, das macht es den demokratisch gewählten Regierungen sehr viel leichter (z.B. sieht man das in Russland).

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