Chelsea-Klubboss
Abramowitsch am Ziel seiner Träume

Vor neun Jahren kam Roman Abramowitsch mit einem riesigen Geldkoffer und dem Plan, die Champions League zu gewinnen, an die Londoner Stamford Bridge. Jetzt ist der Traum wahr geworden - und der Oligarch endlich „happy“.
  • 4

MünchenRoman Abramowitsch hatte Tränen der Rührung in den Augen, als Chelseas Held Didier Drogba ihm den „heiligen Gral“ in die Hände drückte. Nach all den Jahren, nach all den Millionen erfüllten „Didi“, Elfmeter-Killer Petr Cech und Aushilfstrainer Roberto Di Matteo dem Milliardär mit dem Triumph von München endlich den größten Traum. „Ich glaube an Schicksal. Diese Story wurde schon vor langer Zeit geschrieben, wir wussten es nur nicht“, sagte Drogba, den Mitspieler und Fans als „Hero“ dieses denkwürdigen Endspiels feierten.

Den Moment des größten Erfolges genoss Roman Abramowitsch zuvor völlig unglamourös. Fast schon mit kindlicher Fan-Freude saß der russische Milliardär auf einem Mäuerchen und grinste beim Jubel seiner Jungs auf dem Spielfeld der Münchner Arena vor sich hin. Vor neun Jahren hatte er den FC Chelsea gekauft und seitdem mehr als eine Milliarde Euro in Spieler investiert. Nun ist Abramowitsch am Ziel seiner Träume. „Eine neunjährige Odyssee ist zu Ende gegangen“, schrieb der „Daily Mail“ auf seiner Internetseite.

Und es dürfte auch eine große Genugtuung für den Oligarchen sein, dessen Engagement von vielen mit größtem Argwohn betrachtet wird. Denn Abramowitsch wollte den Erfolg kaufen, gab über eine Milliarde an der Stamford Bridge aus. „Auch wenn es viel Geld dort in dem Verein gibt, bedeutet das nicht, dass dort mit Geld auch geschmissen wird“, sagte Ex-Chelsea-Profi Arjen Robben (2004 bis 2007) einmal.

Für den Triumph in der Königsklasse will der Vereinsbesitzer angeblich 12,5 Millionen Euro springen lassen. Abramowitsch, der sein erstes Geld mit dem Verkauf von Gummienten und der Galvanisierung von Altreifen verdiente und Medienberichten zufolge für eine Million Euro einen Münchner Club exklusiv für die Siegerparty hatte anmieten wollen, kann es sich halt leisten.





dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
sid 
SID Sport-Informations-Dienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Chelsea-Klubboss: Abramowitsch am Ziel seiner Träume"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • hoffentlich greift bald die fait play regel, dann wird endlich mal wieder eine deutsche mannschaft oben stehen und jubeln. nun hat es mal wieder eine mannschaft geschaft, zuerst fast 1 mrd. euro zu verbrennen, um einen titel zu holen, der nicht mal 1 % am wirtschaftliche wert hat. dagegen hat bayern als verlierer wirtschaftlich an stärke gewonnen. die haben 100 mio. euro durch die 3 wettbewerbe eingenommen. obwohl kein titel raussprang. es ist zwar schade für das ego der spieler, aber hoeneß kann sich insgeheim freuen. das finale hat sicherlich auch noch ein paar mio. in die kassen des heimvereins gespielt durch den verkauf von fanartikeln zum beispiel. respekt.

  • mit dem Geld, was er dem russischen Volk gestohlen hat!

    Soll er glücklich werden mit dem Sieg!

  • vermutlich eher mit vulkanisieren als mit galvanisieren von Altreifen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%