Chelsea-Profi Marko Marin
„Für mich ist es einfach nur ein Traum“

Auch ohne Einwechslung im Finale darf sich Marko Marin als Europa- League-Sieger fühlen. Beim 2:1 des FC Chelsea über Benfica Lissabon stand der 24-Jährige im Kader. Nun hat er Angebote aus der Bundesliga.
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AmsterdamWie sehr fühlen Sie sich als Europacupsieger?

Marko Marin: „So sehr wie jeder andere auch in der Mannschaft, ich habe einige Spiele gemacht und war heute Teil des Kaders. Für mich persönlich ist es einfach nur ein Traum. So einen europäischen Titel gleich im ersten Jahr bei Chelsea zu holen, ist es etwas Sensationelles.“

In der ersten Halbzeit hatte Chelsea kaum Zugriff auf das Spiel. Wie hat Trainer Rafael Benítez die Mannschaft in der Pause eingestellt?

Es war eine ganz schwache erste Halbzeit von uns, wir sind auch nicht gut in die zweite gestartet. Wenn man ehrlich ist, haben sie das ganze Spiel dominiert. Nach dem Tor hatten wir nochmal Glück, aber so ist es eben. Benfica war richtig stark heute, sie haben uns ihr Spiel aufgedrückt. Es war schwer ins Spiel zu kommen, das darf eigentlich nicht passieren.

Hatten Sie darauf spekuliert, in der Verlängerung noch eingewechselt zu werden?

Nein, in dem Moment schaut man nur auf die Ecke und hofft, dass er reingeht. Wie letztes Jahr machen wir dann nach der Ecke das Tor.

Auch gegen den FC Bayern im Champions-League-Finale vergangenen Jahres hatte Chelsea Glück - Glück scheint einen Stammplatz zu haben bei den Blues.

Hoffen wir, dass es so bleibt. Keiner in der Mannschaft hat was gegen Titel. Wenn man zwei große Titel nacheinander holt, kann es nicht nur Glück sein. Wir können im spielerischen Bereich noch zulegen, wir haben die Qualität in der Mannschaft. Dieses Jahr haben wir die Chance auf sieben Titel gehabt und bis auf dieses Finale alles verspielt.

Kommen Sie nächstes Jahr zurück in die Bundesliga?

Nö. Die Bundesliga ist sensationell, aber ich warte ab, wer neuer Trainer wird. Anfragen gibt es aus der Bundesliga, ich konzentriere mich aber voll und ganz nur auf Chelsea. Ich hoffe, dass ich nächste Saison bei Chelsea mehr Einsätze bekomme, verletzungsfrei bleibe und mehr zeigen kann.

Mit José Mourinho zu trainieren, kann ja auch ganz reizvoll sein...

Wenn er Möglichkeiten sieht, dass ich zum Einsatz komme, will ich natürlich hierbleiben.

Wissen Sie also schon, dass Mourinho kommt?

Nein, aber wir übernehmen das so, wie es die Zeitungen schreiben. Mourinho wäre natürlich ein sensationeller Trainer, der in jeder Mannschaft, in der er war, Erfolg hatte. In Chelsea wird er von den Fans geliebt, von allen Spielern, die unter ihm gespielt haben, respektiert.

Frank Lampard wird wahrscheinlich noch ein Jahr bleiben.

Das wäre ganz wichtig für den Verein, er ist auf dem Platz so wichtig mit seinen Toren und auch außerhalb ein Super-Typ.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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