China
Die kühnen Träume von Xi Jinping im Fußball

Die Volkrepublik China will zur Fußball-Großmacht aufsteigen. Am Dienstag richtet das Land erstmals eine internationale Meisterschaft aus. Spieler werden mit riesigen Summen gelockt. Ist Lukas Podolski bald einer davon?
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Peking„China Cup“ – Der Name soll künftig in einem Atemzug mit der englischen Premier League, der brasilianischen Série A und der Bundesliga fallen. In der südchinesischen Stadt Nanning nahe der Grenze zu Vietnam richtet die Volksrepublik am Dienstag zum ersten Mal eine internationale Fußballmeisterschaft aus. Mit dabei: Island, Kroatien und Chile.

Was für Fußballkenner wie ein Witz klingt, ist in Wirklichkeit keiner, sondern soll nur ein erster Schritt sein. 2030 will China eine Weltmeisterschaft ausrichten. Bis 2050 will die Volkrepublik auch gewinnen. Hinter solchen Zielen steht der einflussreichste Fußballfan der Welt: Chinas Präsident Xi Jinping.

Diese hohen Ziele lässt sich China viel kosten, sehr viel sogar. 2016 war ein Rekordjahr für den chinesischen Fußball. Niemals zuvor haben chinesische Klubs so viel Geld für Spieler ausgegeben. Auf rund 496 Millionen Dollar beliefen sich die Ablösesummen und Gehälter der Vereine.

Das war fast fünfmal so viel wie im Vorjahr. 70 Millionen entfielen alleine als Ablösesumme für den brasilianischen Nationalspieler Oscar an, der vom Tabellenführer der englischen Premier League, dem FC Chelsea, zu Shanghai SIPG wechselte.
Zuvor hatten die Schanghaier bereits Oscars Landsmann Hulk für rund 59 Millionen Dollar verpflichtet. Der argentinische Stürmer Carlos Tevez, die brasilianischen Mittelfeldspieler Alex Teixeira und Ramires sowie der Ivorer Gervinho sind weitere Beispiele: Chinas Vereine sind auf Einkaufstour.

Die Klubs der Chinese Super League schauen auch die Bundesliga und deutsche Spieler. Interesse gibt es etwa an Weltmeister Lukas Podolski, der aktuell in der Türkei spielt. „Wenn diese Anfragen da sind, dann hört man sich das an. Es ist aber noch nichts passiert“, sagte Podolski dazu am Sonntag bei einem Freundschaftsspiel in Gummersbach.

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  • Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
    Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

    Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
    Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

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