Chinesische Super League Wenn in China ein Sack Geld umfällt

So viel Geld für Stars aus dem Ausland wie in diesem Winter haben chinesische Vereine noch nie ausgegeben. Daheim ist diese Praxis durchaus umstritten. Hinzu kommt: Viele Spieler wollen einfach nicht nach China.
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Asiatische Champions League mit dem Brasilianer Oscar: Seit Anfang des Jahres spielt er für Shanghai SIPG. Quelle: dpa
Fußball in China

Asiatische Champions League mit dem Brasilianer Oscar: Seit Anfang des Jahres spielt er für Shanghai SIPG.

(Foto: dpa)

Peking50 Millionen Euro Ablöse für Anthony Modeste, 25 Millionen für Sandro Wagner, 15 Millionen Jahresnettogehalt für Mario Gomez: Bei ihrer Shopping-Tour in Europa wollte sich Chinas Super League auch in der Fußball-Bundesliga bedienen. Doch in diesem Winter klappte das nicht.

Die Liga ist sportlich für Profis mit Ambitionen noch nicht reizvoll genug, die Vereine in Deutschland blockten die Gebote mitten in der Saison eisern ab. Doch einige (Alt-)Stars konnten die Chinesen ins Reich der Mitte locken. Der Teuerste war der Brasilianer Oscar, der für 60 Millionen Euro vom FC Chelsea zu Shanghai SIPG wechselte. Insgesamt gab die Super League stolze 388 Millionen Euro aus - keine andere Liga investierte im Winter mehr in Neuzugänge.

Dadurch, dass sich die Transfers auf mehrere Clubs verteilen, hofft die Liga endlich mal wieder auf Spannung. In den vergangenen sechs Jahren hatte jeweils Guangzhou Evergrande den Titel geholt. Auch vor dem Saisonauftakt am Freitag gilt das Team von Weltmeister-Trainer Luiz Felipe Scolari als Favorit und geht mit dem forschen Ziel in die Runde, alle vier möglichen Titel zu gewinnen.

Die teuersten Fußballer des Winters
Platz 25: David Neres
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Noch weilt er bei der Nationalmannschaft und ist noch nicht in Amsterdam eingetroffen, doch bei Ajax freut man sich gewiss auf den 19-Jährigen, der mit einem Vertrag bis 2021 ausgestattet wurde. Die Niederländer überweisen 12 Millionen Euro an den FC Sao Paulo.

Quelle für die Ablösesummen: Transfermarkt.de

Platz 24: Riechedly Bazoer
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Der defensive Mittelfeldspieler wurde auch von internationalen Topklubs umworben, nun wechselt er für 12 Millionen Euro von Ajax Amsterdam zum VfL Wolfsburg. Kein Bundesligist gab im Winter mehr Geld für neue Fußballer aus.

Platz 23: Yunus Malli
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Mainz 05 gibt Yunus Malli für 12,5 Millionen Euro Ablöse nach Wolfsburg ab. In der Hinrunde schoss die Offensivkraft sechs Tore.

Platz 22: Stevan Jovetic
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Der Mittelstürmer verlässt Manchester City und wechselt für 13,5 Millionen Euro zu Inter Mailand.

Platz 21: Leon Bailey
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So viel hat im Winter kein deutscher Verein für einen Spieler ausgegeben: Leon Bailey spielt ab sofort für Bayer Leverkusen. Die Rheinländer lassen sich das 19-jährige Talent vom KRC Genk 13,5 Millionen Euro kosten.

Patz 20: Jeffrey Schlupp
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Auf Platz 20 hat Crystal Palace noch einmal zugeschlagen: Jeffrey Schlupp, in Hamburg geborener Linksverteidiger, spielte zuletzt beim englischen Meister Leicester, der für ihn rund 14 Millionen Euro erhält.

Platz 19: Saido Berahino
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Rund 14 Millionen Euro schwer ist diese Transaktion. Berahino kommt von West Bromwich zu Verfolger Stoke City.

Doch die Konkurrenz glaubt, aufgeholt zu haben. „Guangzhou mag auch in diesem Jahr der Favorit sein. Aber die Lücke wird kleiner“, sagt der bekannte Fußball-Reporter Ma Dexing. Er denkt natürlich vor allem an Shanghai SIPG nach dem Oscar-Coup, doch auch andere Clubs haben mit den TV- und Sponsorengeldern geprasst.

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