Club gewinnt auch gegen Cottbus: 1. FC Nürnberg nimmt Kurs auf Europa

Club gewinnt auch gegen Cottbus
1. FC Nürnberg nimmt Kurs auf Europa

Ein Aussetzer von Keeper Tomislav Piplica hat Energie Cottbus am 22. Spieltag der Bundesliga den Punktgewinn beim 1. FC Nürnberg gekostet. Michael Beauchamp nutzte den Fauxpas zum 1:0 (0:0)-Siegtreffer der Franken. Elf Spiele ohne Niederlage – es scheint, als wäre Nürnberg mit Trainer Hans Meyer auf rekordverdächtigem Erfolgskurs.

Am Freitag hatte Hans Meyer einen ihm unangenehmen Termin. Morgens um 9.30 Uhr wurde in Jena der im Alter von 81 Jahren verstorbene Georg Buschner beigesetzt. Ihn, den erfolgreichsten Nationaltrainer der DDR, bezeichnet Meyer als seinen Mentor. „Was ich als Trainer heute bin, bin ich durch ihn“, sagt der 64-Jährige, dessen eigene Laufbahn 1970 als Buschners Assistent bei Carl-Zeiss Jena begann. „Er war ein richtig guter und sehr intelligenter Mensch. Vor allem was Pädagogik und Fußball-Psychologie betraf, war er seiner Zeit weit voraus. Davon habe ich sehr profitiert.“

Derzeit ist Meyer als Trainer des 1. FC Nürnberg sogar der erfolgreichste aus dem Osten Deutschlands stammende Fußballlehrer. Mit seinem „Club“ hat er in der Bundesliga nach dem 1:0 am Sonntag gegen Energie Cottbus, einem nach Ansicht des Trainers „absolut verdientem Heimsieg“, nun schon elf Spiele nicht mehr verloren – noch ein Spiel mehr ohne Niederlage, und Nürnberg hat den aus dem Meisterjahr 1967/68 stammenden Vereinsrekord von zwölf ungeschlagenen Spielen innerhalb einer Saison in Serie eingestellt.

In Rekordzeit hat Meyer aus dem Schlusslicht der Bundesliga, das Nürnberg im November 2005 noch war, einen Anwärter auf einen Platz im Uefa-Pokal gemacht. Die Tabelle der Rückrunde weist die Mannschaft mit vier Siegen und einem Unentschieden, vor allem aber nur einem Gegentor auf Platz eins aus. Die Stadt erlebt fußballerisch zweifellos ihre schönste Zeit seit jener letzten von neun Deutschen Meisterschaften oder der bislang letzten Uefa-Cup-Teilnahme im Jahr 1988. Einer der Helden von damals, der in den Spielen gegen AS Rom (2:1, 1:3 n.V.) als Kettenhund von Rudi Völler eingeteilte Hans-Jürgen Brunner ist „davon überzeugt“, dass der 1. FCN sich nun wieder für den Europapokal qualifizieren wird.

Seit Monaten spielt die Mannschaft durchgängig nach Ansicht von Sportdirektor Martin Bader „absolut über dem, was man von ihr erwarten kann“. Erst zwei Spiele wurden in der laufenden Saison verloren – selbst Tabellenführer Schalke hat schon drei Niederlagen erlitten, der VfB Stuttgart vier – davon zwei gegen Nürnberg –, Bremen nun schon sechs und die Bayern sogar sieben. Selbstbewusst sagt Stürmer Ivan Saenko: „Es ist kein Zufall, dass wir jetzt Fünfter sind, weil es im Profisport keine Zufälle gibt. Wenn du Spiele gewinnst, geht es nach oben. Wir haben etwas geleistet, haben uns weiterentwickelt und sind in einer Top-Verfassung. Wenn wir spielen was wir können, können wir jeden schlagen.“



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