Confed-Cup-Finale
Brasilien demütigt Argentinien

Weltmeister Brasilien hat im Finale der "Mini-WM" einen glänzenden Schlusspunkt gesetzt und damit großen Appetit auf die Fußball-WM in Deutschland im kommenden Jahr gemacht. Die "Selecao" führte im mit Spannung erwarteten "Superclásico" Argentinien regelrecht vor und gewann dank eines auch in der Höhe verdienten 4:1 (2:0)-Erfolg über den Erzrivalen Argentinien zum zweiten Mal nach 1997 den Confederations Cup. Das Team von Trainer Carlos Alberto Parreira unterstrich damit eindrucksvoll, warum man die Mannschaft getrost zum Top-Favorit für die Titelkämpfe 2006 erklären kann.

FRANKFURT./M. Für den Weltmeister trafen bereits vor der Pause der erneut überragende Adriano (11.) und Kaka (16.), nach der Pause trugen sich Ronaldinho (47.) und erneut Adriano (63.), der mit fünf Treffern auch Torchützenkönig des Turniers wurde, in die Torschützenliste ein. Erst beim Stand von 4:0 kamen die gedemütigten Argentinier zum Ehrentreffer durch Aimar (66.).

"Auch wenn wir ein wenig traurig sind, dass Deutschland nicht dabei ist - dieses Finale verspricht Fußball-Feinkost und macht Appetit auf die WM", hatte WM-OK-Chef Franz Beckenbauer schon vor dem ersehnten Showdown erklärt. Und er sollte wieder einmal Recht behalten. Nachdem Kinder zuvor in einer fünfminütige Abschluszeremonie die acht Teams, die bei Confederations Cup teilgenommen haben, verabschiedet hatten, braute sich über dem mit 45 591 Zuschauern ausverkauften Fifa-WM-Stadion Frankfurt gleich zu Spielbeginn ein mächtiges Sommergewitter zusammen. Davor konnte das geschlossene Dach der brandneuen Arena die "Gauchos" noch bewahren, auch wenn es selbst den Wassermassen nicht lange Stand hielt und an einer Stelle über einer der Eckfahnen riss.

Nicht aber vor dem Sturm, der danach auf dem Spielfeld über ihnen hereinbrechen sollte. Denn nach vorsichtigem Abtasten in den Anfangsminuten setzten die Brasilianer das erste Ausrufezeichen. Quasi ohne Vorwarnung zündete "Rakete" Adriano erneut und traf mitten ins argentinische Herz: Auf der halbrechten Position erkämpfte sich der Torjäger von Inter Mailand, der schon im Halbfinale gegen Deutschland der überragende Mann der Selecao war, das Leder, zog mit unvergleichlicher Dynamik an zwei Abwehrspielern vorbei in die Mitte und versenkte den Ball aus 17 Metern zum 1:0 im Netz (11.) - allein dieser Auftritt des Mannes war das Kommen an diesem Abend wert.

Und es sollte so weiter gehen. Dieses Mal aber mit brillianter Technik und viel Ballgefühl. Zunächst allerdings auf der anderen Seite: Riquelme nahm nach 15 Minuten aus 17 Metern Maß, zirkelte das Leder aber knapp am oberen Tordreick vorbei. Wie man es richtig macht, zeigte ihm quasi im Gegenzug Kaka aus der gleichen Position - und es hieß 2:0.

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